70 Jahre Israel

Auch Schauspielerin «Roseanne» wandert ein

Am 14. Mai 1948 wurde Israel gegründet. Jetzt, 70 Jahre später, säumen sich facettenreiche Schlagzeilen rund um das Jubiläum des weltweit einzigen jüdischen Staats: Die US-Botschaft zieht von Tel Aviv nach Jerusalem. Dort startete kürzlich der 101. Giro d’Italia und die Jüdin Roseanne Barr – bekannt von der TV-Serie «Roseanne» – wandert in den jüdischen Staat ein.

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Roseanne Barr
Der Start war wenig verheissungsvoll: Nur wenige Stunden nach der Gründung wurde Israel von einer arabischen Übermacht von Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien angegriffen. Doch der jüdische Staat, unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs um die letzte Existenz kämpfend, überstand diesen Angriff ebenso wie die späteren Attacken, die darauf abzielten, die Nation auszulöschen.

Trotz der Vernichtungsfantasien der umliegenden Nationen zerfiel Israel nicht in einen «Failed State» mit eingesickerten Warlords und erbitterten Clans, die sich gegenseitig bekriegten. Im Gegenteil: Die Nation, in der Albert Einstein zwischenzeitlich zu den möglichen Präsidentschaftskandidaten gehörte, und deren Kinder eine besonders hohe Anzahl an Nobelpreisträgern in Medizin und Physik stellt, entwickelte reichhaltige Errungenschaften in Medizin, Technologie, Agrar-Wissenschaft und Kultur – selbst das Wohlbefinden geht in diesem Mittelmeer-Staat nicht vergessen: Bald gibt es Eis aus Kapseln, wie wir sie vom Kaffee kennen.

Silicon Savannah, Silicon Saudi und eine Anerkennung

Die Beziehungen zu den Nachbarstaaten haben sich merklich gebessert. Erstmals erkennt ein künftiger saudischer König Israel an und das technisch versierte Israel ist dazu eingeladen, die saudische Prestige-Stadt «Neom» mit zu gestalten. Auch Gaza würde beispielsweise Israels Aussenministerium gerne blühen sehen.

Darüber hinaus engagiert sich Israel in Afrika: In Kenia soll eine Technologie-Hochburg entstehen, bei der namentlich die Stadt Tel Aviv mitwirkt, und in mehreren Staaten werden derzeit Kommunen errichtet, wie sie einst Israel zum Erfolg gebracht haben.

«Roseanne» wandert ein – als nächste Golda Meir?

Bald ist Israel um eine Einwohnerin reicher. Die jüdische Schauspielerin und Komödiantin Roseanne Barr (66), die dem breiten Publikum durch die langjährige TV-Serie «Roseanne» bekannt ist, will Teil der biblischen Prophetie werden – in deren Passagen zu lesen ist, dass die Juden aus allen Erdteilen im Heiligen Land einwandern. «Ich will Aljia machen, das hatte ich schon immer erwogen. Wenn Gott mich ruft, dann komme ich.»

Für Barr ist die Rückkehr der Juden aus dem Exil, «die grösste aufgezeichnete Rebellion von Menschen der Sklavenklasse, die je geschrieben worden ist». In Israel möchte sie eine führende Rolle spielen, vielleicht als nächste Golda Meir. 2012 sagte sie: «Ich will nach Israel einwandern und – wenn Gott will – als Premierministerin kandidieren.» Gegenwärtig sucht sie nach einem Stück Land im Land der Bibel.

Zum Thema:
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Datum: 14.05.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch / BCN / BIN / Jerusalem Post

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