Das PraiseCamp in den Medien

«Die sind toleranter als wir glauben»

Wenn sich rund 6'500 junge Christen in der Basler Messehalle zum grössten christlichen Feriencamp treffen, lässt dies auch die säkularen Medien nicht kalt. Erfreulich ist, dass der Anlass sowohl von Journalisten als auch Kommentarschreibern meist positiv bewertet wird.

Zoom
Medienspiegel PraiseCamp 2016
Die bisherige Berichterstattung über das christliche Lager für Teenager und Jugendliche fällt insgesamt wohlwollend aus. So bedienen einige Journalisten zwar bekannte Klischees, indem sie Fragen wie Sex vor der Ehe (z.B. Basler Zeitung) thematisieren, dies allerdings in einem respektvollen Ton. Um doch noch ein kerniges Statement gegen das friedliche Camp der jungen Christen zu bekommen, musste die Redaktion von «20 Minuten» bei der Basler Juso anklopfen. Co-Präsidentin Mirjam Kohler half mit dieser Aussage aus: «Dort (am PraiseCamp) wird reaktionäres Gedankengut wie zum Beispiel Homophobie und veraltete Rollenbilder verbreitet.»

«Die meisten waren sehr tolerant»

Darauf reagierte Laura Jacober, die Mediensprecherin des PraiseCamps 2016, mit einem Hinweis auf die Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit. Diese habe man als PraiseCamp unterzeichnet. Man berücksichtige insbesondere die Beeinflussbarkeit und Verwundbarkeit der Kinder und Jugendlichen und lehne Machtmissbrauch, Zwang und Manipulation ab, erklärte Jacober gegenüber «20 Minuten».

Dass diese Leitsätze gelebt werden, lässt sich schnell erkennen, wenn man mit Jugendlichen ins Gespräch kommt. Diesen Eindruck bestätigen auch diverse Leser-Kommentare auf die Zeitungsartikel, zum Beispiel jener von Fränzi: «Also ich war vor 5 Jahren an einem solchen Camp. Ich wurde so eingeladen von einer Freundin. Ich verstehe die Aussage der Juso-Frau gar nicht. Denn damals wollte ich auch durch solche Aussagen wie Homophobie, Scheidungen und Abtreibungen provozieren. Erstaunlicherweise waren die Reaktionen überhaupt nicht das, was ich gedacht habe und die meisten waren sehr tolerant bzw. die Akzeptanz war hoch! Seither habe ich einen anderen Eindruck von Christen. Die sind toleranter als wir glauben!»

Oder Thomas meint: «Wo gibt es sonst 5'000 Jugendliche, die auch an Silvester keinen Alkohol trinken, keine Drogen nehmen und ohne Gewalt 6 Tage miteinander auskommen?»

«Jeder wird so angenommen, wie er ist»

Ein etwas älterer Leserbrief-Schreiber meint auf 20 Minuten online: «War zwar noch nie an diesem PraiseCamp, wär ich aber 10 Jahre jünger, würde ich dieses sicher besuchen gehen. Es ist genau das Gegenteil, was uns die heutige Gesellschaft vermittelt. Schön, dass Nächstenliebe, Zielorientiertheit, Glaube, Verantwortung, Freundschaft, Hilfe, Musik in Gemeinschaft und gegenseitiges Angenommensein noch gefördert werden. Es lässt mich für die Zukunft noch hoffen.»

Auch Livenet-Redaktionsleiter Florian Wüthrich war bei seinem Besuch auf dem Camp-Gelände in Basel beeindruckt: «Ich habe bei zwei Workshops reingeschaut und konnte ein bisschen von der speziellen PraiseCamp-Luft schnuppern. Alles geschieht dort in einer grossen Freiheit und Leichtigkeit – total ungezwungen. Jeder wird so angenommen, wie er ist, da zeigt niemand mit dem Finger auf den anderen. Man will einfach voneinander lernen und gemeinsam Jesus begegnen. Ein grossartiger Anlass!»

Zum Thema:
Dossier zum PraiseCamp
Papst zur Bibel: «Ein Buch wie Feuer»
PraiseCamp 2016: Die Bibel als Lebensbegleiter
PraiseCamp 2016: Peter Reusser: «In der Bibel redet Gott»

Datum: 30.12.2016
Autor: Anja Janki
Quelle: Livenet

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