Gedanken zu einem Foto…

Das Kreuz in unserem Alltag

Das Foto eines Kreuzes, das von Sonnenstrahlen gebildet wird, kursiert derzeit durch das Web 2.0. Ein göttliches Zeichen? Oder eine Fotomontage? In jedem Fall ein Grund, sich zu überlegen, welche Auswirkungen das Kreuz Jesu auf unseren Alltag hat… Was wäre, wenn Jesus nicht gestorben wäre?

Zoom
Das Foto des Kreuzes
Die US-Amerikanerin Mechaele Loraffe knipste das Foto mitten im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit: Die Sonnenstrahlen kreuzten sich auf so einzigartige Weise, dass es aussah wie ein Kreuz. Während manche dies für ein Zeichen Gottes halten, diskutieren andere darüber, ob es sich nicht um eine Fotomontage handelt…

Doch Montage oder Natur-Phänomen, das Foto erinnert mich an das Kreuz, das unseren Alltag jeden Tag aufs Neue beeinflusst, obwohl wir uns dessen oft gar nicht bewusst sind: das Kreuz von Jesus. Wann haben Sie Jesus zuletzt für seinen Tod am Kreuz gedankt? Beim letzten Abendmahlsgottesdienst? Oder gar zu Ostern letzten Jahres? Obwohl das Kreuz ein so zentraler Punkt unseres Glaubens ist, vergessen wir es häufig im Alltag, statt täglich dafür zu danken. Dabei hat es so viel Einfluss auf unser Leben…

1. Das Kreuz, der Grundstein unseres Glaubens
Paulus schrieb an die Korinther: «Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als Selbstbetrug, und ihr seid auch von eurer Schuld nicht frei. Ebenso wären auch alle verloren, die im Glauben an Christus gestorben sind. Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen. » (Die Bibel 1. Korinther, Kapitel 15, Verse 17-19)

Unser Glaube gründet und baut auf das Kreuz und den Tod Jesu sowie seine Auferstehung. Denn in dem Moment, in dem Jesus starb, bezwang er den Tod und siegte über den Teufel. Wäre er nicht gestorben und auferstanden, so wäre unser Gott nicht stärker als der Tod – und wir hätten allen Grund, Angst vor der Zukunft zu haben. Wir hätten keine Hoffnung auf das Leben nach dem Tod, fänden keinen tieferen Sinn im Leben und in allem was wir machen – unser Glaube wäre komplett sinnlos.

2. Das Kreuz ermöglicht Beziehungen
Als Jesus am Kreuz starb, nahm er alle unsere Sünden auf sich. Jesaja beschreibt das so: «Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft - und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.» (Die Bibel Jesaja, Kapitel 53, Vers 5) Durch Jesu Tod können unsere Fehler und Sünden aus der Welt geschaffen werden – wenn wir Jesus um Vergebung bitten.

Und weil er uns vergibt und Frieden mit Gott ermöglicht, können auch wir anderen Menschen vergeben und selbst Vergebung erfahren. Wir bauen immer wieder Mist, verletzen die anderen – gewollt und ungewollt – und säen Streit. Doch weil Jesus uns vergibt, können auch wir Vergebung leben. Auf diese Weise wachsen echte, tiefe Beziehungen, die auf Vertrauen, Treue und Vergebung gegründet sind.

3. Das Kreuz, ein Vorbild des Gehorsams
Wenn Jesus nicht gestorben wäre, hätte er ganz offensichtlich seinem Vater widersprochen – und sich gegen Gott aufgelehnt. Er hätte sein eigenes Ding gemacht, anstatt dem Plan des Vaters zu gehorchen. Doch im Garten Gethsemane betete Jesus: «Vater, wenn es möglich ist, bewahre mich vor diesem Leiden. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.» (Die Bibel Lukas, Kapitel 22, Vers 42) Und dann gehorchte er dem Willen des Vaters bis ins letzte Detail. Genau das hatte er ja schon seine Jünger im «Vater unser» gelehrt, doch jetzt zeigte er ihnen durch seine Taten, welchen Gehorsam der Vater erwartet.

Für uns könnte es kein besseres Beispiel oder Vorbild dafür geben! Zum einen der Gehorsam Jesu, aber auch sein blindes Vertrauen in den Vater und dessen Plan: Gott meint es gut mit mir, deshalb werde ich ihm gehorchen, auch wenn mir das extrem schwer fällt! Diesen Gehorsam erwartet Gott auch von uns, in jeder Situation unseres Alltags, in jeder Schwierigkeit, in jedem Problem, bei welchem es deutlich einfacher wäre, in die andere Richtung zu laufen. Doch «nicht mein Wille, sondern deiner geschehe, weil ich dir und deiner Güte vertraue».

4. Das Kreuz öffnet den Weg zu Gott
Wenn Jesus nicht für uns gestorben und auferstanden wäre, würden wir noch unter dem Alten Bund leben. Wir müssten das Gesetz von Mose halten, um zu Gott kommen zu können – etwas, das sich als unmöglich erwiesen hat. Nur weil Jesus für unsere Sünde gestorben ist, können wir jeden Tag zu Gott beten, ohne Angst davor zu haben, direkt in Feuer und Flammen aufgehen – was normalerweise geschehen würde, wenn wir zu einem heiligen Gott beten und Sünde in und an uns haben. «Er [Jesus] tritt für uns ein, daher dürfen wir mit Zuversicht und ohne Angst zu Gott kommen. Er wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen.» (Die Bibel Hebräer, Kapitel 4, Vers 16) – Wie gut, dass Jesus für uns gestorben ist!

Das oben erwähnte Foto von Mechaele Loraffe hat mittlerweile über 70'000 «Gefällt mir» erhalten und wurde über 116'000 Mal geteilt. Ob all diese Leute auch über die Bedeutung des Kreuzes Bescheid wissen? Unser Alltag, unsere Freundschaften, unsere Gebete, die Bewältigung von kleinen und grossen Problemen, all das ist einzig und allein dadurch möglich, weil Jesus für uns gestorben ist. Sind wir uns dessen bewusst? Vielleicht können wir uns in diesem neuen Jahr jeden Morgen vornehmen, Jesus kurz für sein Opfer zu danken – und für das, was es für uns bedeutet.

Zum Thema:
Das All spricht: Vom Kreuz des Südens zum Gekreuzigten
Bedeutung von Jesus erklären: Zwischen «Kuschelgott» und «Ärgernis des Kreuzes»
Karfreitag: Jesus am Kreuz

Datum: 23.01.2016
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet.ch

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