Karfreitag: Jesus am Kreuz

Jesus ist verzweifelt. Er betet und weint. Schliesslich verrät ihn Judas mit einem Kuss.

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Jesus am Kreuz: "Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist."

Nach dem Abendmahl geht Jesus hinaus und begibt sich zum Ölberg. Die Jünger folgen ihm. Einige diskutieren, andere gehen still hinter Jesus her. Als er sich umdreht, sagt er zu ihnen: "Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt." Sie bleiben stehen, und sehen sich fragend an.

Jesus ist verzweifelt

Nun entfernt er sich einige Schritte und kniet nieder. Jesus ist verzweifelt, er weiss jetzt, dass er sein Leben verlieren wird. "Vater, wenn du willst, dann nimm diesen Kelch von mir weg- doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe." Jesus spürt die Nähe eines Engels. Trotzdem hat er grosse Angst, Angst vor den Schmerzen, Angst davor, verspottet und geächtet zu werden von Menschen, die ihn nicht erkennen wollen. Tränen rinnen über seine Wangen. Sie fallen ihm in seinen Schoss, wo sich die Hände zu Fäusten ballen.

Als Jesus nach dem Gebet aufsteht, entdeckt er, dass die Jünger eingeschlafen sind. Er wischt sich den Schweiss und die Tränen aus dem Gesicht. Jesus ist wütend, er sagt zu ihnen: "Was schlaft ihr? Steht auf und betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt."

Überlieferung mit einem Kuss

Plötzlich erscheint eine Traube von Menschen, darunter viele Soldaten, Hohepriester und deren Gefolge. Jesus dreht sich um und schon steht Judas vor ihm. Er beugt sich nach vorn und drückt Jesus einen Kuss auf die Wange. Es ist keine freundschaftliche Umarmung, wie es sonst üblich ist unter den Jüngern, es ist ein kühler unnahbarer Kuss. Jesus: " Judas, überlieferst du den Sohn des Menschen mit einem Kuss?"

Die Jünger stehen schlafrunken auf, entdecken die Menschenmenge und wollen Jesus verteidigen. Einer der Jünger schlägt eifrig dem Knecht eines Hohepriesters das Ohr ab.

Jesus geht auf ihn zu und stösst den Jünger zur Seite: "Lasst sie." Nun heilt er das Ohr des Knechts. Ein Raunen geht durch die Menge. Die Jünger sind erschüttert, dass ihr Herr sich ohne Gegenwehr ergibt und sogar den Knecht heilt. Die Soldaten ergreifen Jesus und führen ihn ab.

Petrus verleugnet Jesus dreimal

Erschüttert flieht Petrus. Als er sich an ein Feuer mit anderen Bewohnern setzt, kreischt eine Magd: "Das ist auch einer von ihnen!" Petrus erschrocken:" Frau, ich kennen ihn nicht." Nun steht er auf und flieht erneut. Tausend Gedanken schwirren ihm durch den Kopf: "Sie haben mich erkannt. Was wird jetzt aus uns? Wo ist Jesus?" Nun tritt wieder ein Mann an ihn heran und behauptet, Petrus als einer der Jünger zu erkennen." Als Petrus schliesslich Jesus zum dritten Mal verleugnet, besinnt er sich auf das was Jesus gesagt hat. Verzweifelt rennt er aus der Stadt und wirft sich weinend in den Sand.

Währendessen wird Jesus im Gefängnis von Soldaten geschlagen und verspottet. Hohepriester und Schriftgelehrte versammeln sich im hohen Rat. Sie fragen: "Jesus, wenn du der Christus bist, dann sage es uns." Jesus antwortet: "Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr nicht glauben. Wenn ich aber fragen würde, würdet ihr mir nicht antworten." Der hohe Rat nickt sich zu und sagt: "Du bist also der Sohn Gottes?" Jesus antwortet: "Ihr sagt es, ich bin es."

Pilatus findet keine Schuld an Jesus

Nun führen Sie ihn zu Pilatus und beschuldigen ihn, die ganze Nation verführt zu haben. Pilatus fragt Jesus: "Bist du der König der Juden?" Jesus spricht:" Ich bin es." Pilatus wendet sich an den hohen Rat und meint." Ich finde keine Schuld an diesem Menschen." Pilatus ist die Sache unheimlich, weil eine riesige Menschenmenge vor dem Palast tobt und der hohe Rat wütend ist.

Die Hoheprister reden auf ihn ein:" Er wiegelt das Volk auf und lehrt durch ganz Judäa hin, angefangen von Galiläa bis hierher." Pilatus wird die Sache zu schwierig und er schickt Jesus weiter zu Herodes. Herodes aber freut sich sehr über das Treffen mit Jesus. Er hat bereits viel gehört und will ein Wunder von Jesus sehen. Aber Jesus gibt bei der Gegenüberstellung kaum eine Antwort. Sein Gesicht ist geschwollen von Schlägen und seine Arme weisen blaue Flecke auf. Herodes wird wütend, weil Jesus ihm weder eine Antwort gibt, noch ein Wunder für ihn tut. Er schickt ihn zurück zu Pilatus.

"Gibt uns Barrabas"

Pilatus lässt nun das Volk wählen, welchen Verbrecher sie ans Kreuz schlagen wollten, denn er selbst weiss nicht, weshalb er Jesus verurteilen sollte. Das Volk schreit laut: "Gibt uns den Barrabas! Weg mit diesem!" Sie zeigen auf Jesus. Die Soldaten nehmen Barrabas, dem Mörder und Aufwiegler, die Ketten ab und lassen ihn laufen. Jesus hingegen wird von Pilatus zum Kreuzestod verurteilt. Die Soldaten holen einen Mann aus der Menge, der das Kreuz für Jesus tragen soll. Es ist Simon von Kyrene, der gerade vom Feld kommt.

Eine grosse Menge von Frauen und Männern folgen Jesus. Sie weinen laut und jammern. Jesus geht traurig vor ihnen her. Von den römischen Soldaten wird er geschlagen und getreten. Sie treiben ihn auf den Hügel Golgatha, der auch Schädelstätte genannt wird. Nun packen sie Jesus und legen ihn auf das schwere Holzkreuz, das am Boden liegt. Ein Soldat schlägt ihm einen langen Nagel in die rechte Hand, so, dass das Blut spritzt. Jesus schreit auf vor Schmerz. Nun schlägt er auch die linke Hand ans Kreuz und bindet seine Arme fest. Die Füsse legen sie aufeinander und Schlagen einen noch grösseren Nagel in den Rist des Fusses. Die Knochen zersplittern.

Die Kreuzigung

Fünf Soldaten richten gemeinsam das schwere Kreuz auf und rammen es in die schmale Grube, damit es aufrecht steht. Jesus weint vor Schmerz. Neben ihm hängen zwei Übeltäter, die ihn beobachten. Der eine sagt: "Bist du nicht der Christus? So rette dich selbst und uns." Der andere Täter aber verteidigt Jesus: "Wir empfangen, was unsere Taten wert sind, aber dieser hat nichts Unrechtes getan. Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst." Jesus dreht sich zu ihm und sagt: "Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein."

Die Menschen knien vor dem Kreuz und beten. Einige Soldaten jedoch verspotten ihn und rufen: "Wenn du der König der Juden bist, so rette dich selbst." Jesus hört sie nicht mehr, sein Schmerz ist zu stark geworden. Laut schreit er mit letzter Kraft: "Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist." Dann stirbt er.

Die Zitate stammen aus dem Lukasevangelium der Elberfelder Bibel.

Lesen Sie am Sonntag: Ostern: Die Auferstehung von Jesus

Artikel zum Thema: Gründonnerstag: Das letzte Abendmahl

Das Ostern-Magazin von Jesus.ch: www.jesus.ch/ostern


Autor: Iris Muhl
Quelle: Jesus.ch

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