Männerforum

500 Männer ans Herz des Vaters geführt

Der Männertag am Samstag, 8. November 2014 in Winterthur war sehr gut besucht. 500 Männer suchten eine neue Erfrischung für ihren Glauben. Pfarrer und Autor Michael Herwig nahm die Männer mit auf einen Weg, der sie nah an Gottes Vaterherz führte.

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Der Hauptredner des Männertags 2014, Michael Herwig.
Mit einem «Happy Birthday»-Ständchen begrüssten die 500 Teilnehmer im Gate 27 in Winterthur ihren Hauptredner des Tages, Michael Herwig. Herwig liess es sich trotz seinem 70. Geburtstag nicht nehmen, am Männertag über sein Lieblingsthema, die Liebe des Vaters im Himmel, zu sprechen.

Heimkommen zum Vater

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Der Lobpreis war ein wichtiger Teil des Männertages.
Der Lebensanfang von Michael Herwig war gezeichnet von Ablehnung. Er wurde in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges geboren. «Meine Mutter hatte keine Milch für mich. Sie hat sich sogar gefragt, ob es eine Sünde war, mich in dieser harten Zeit auf die Welt zu bringen. Niemand wollte mich.» Sein Vater war in den ersten Jahren im Krieg. Als er dann nach Hause kam, sei er wie ein Fremder für ihn gewesen. Diese Distanz zwischen ihnen sei geblieben.

An die Besucher des Männertages gerichtet, fragte er: «Wie war dein Vater? War er barmherzig, liebend, väterlich oder auch eher strafend, erziehend, fern, fremd?»

Er selbst sei – auch in seiner Tätigkeit als Pfarrer – durch ein Leistungsdenken geprägt gewesen. Viele Männer würden dieses Problem kennen, dass sie die Existenzberechtigung aus ihrer Leistung ableiten, so Herwig. «Wir Männer haben das Gefühl, dauernd was schaffen zu müssen, um unseren Wert zu beweisen. Doch Gott liebt uns, weil wir seine Kinder sind. Wir kommen erst am Herzen des Vaters zur Ruhe.»

Die Haarsträhne der Tochter

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Männer sollen zum Stab greifen und regieren.
Seine eigene Vaterschaft habe ihm in vielen Dingen die Augen geöffnet, sagte der 70-jährige Theologe am Männertag in Winterthur. «Meiner Frau und mir wurde im fortgeschrittenen Alter noch eine Tochter geschenkt. Sie ist heute 10-Jährig. Durch sie habe ich viel über Gottes Herz gelernt. An einem Morgen fuhr ich sie zur Schule. Irgendwie war eine Haarsträhne anders als sonst. Jedenfalls fühlte sich meine Tochter schrecklich. Sie fand, sie sei hässlich. Mein Mädchen weinte den ganzen Weg. Da sagte ich zu ihr: 'Ich finde, du bist wunderschön!' Darauf erwiderte sie: 'Klar, du bist ja mein Papa, du findest mich auch schön, wenn ich hässlich bin!'»

Dieses Erlebnis habe ihm einen Einblick in Gottes Herz gegeben. «Denn es stimmt, Gott findet uns immer schön, auch wenn wir uns hässlich, dreckig oder schuldig fühlen. Wir müssen nicht zuerst gut sein, um zum Vater zu kommen. Jesus hat sein Blut vergossen, damit wir zum Vater kommen können.»

Asche wird zu Gold

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Viele Männer gingen am Männertag ans Kreuz und liessen für sich beten.
In seinen weiteren Predigten am Männertag beschrieb Michael Herwig, wie jeder Mann am Herzen des Vaters stark werden und göttliche Autorität empfangen kann, um dann wie Mose den Stab zu ergreifen und zu regieren. Abschliessend rief er die Männer an den «wunderbarsten Ort des Universums», ans Kreuz Jesu. «Dort ist die Liebe Gottes, dort gibt es keine Verdammnis, keine Anklage, dort findet der Austausch statt, der Asche zu Gold macht.» Mit diesen Worten leitete Michael Herwig über zum Auftritt des jungen Musikers Jonas Schuhmacher. Dieser spielte sein Mundartlied «Äsche zu Gold», das davon handelt, dass Gott alles neu machen kann.

Dass dieser Gott alles neu machen kann, bekräftigten auch die Zeugnisberichte am Männertag. Männer erzählten, wie sie Gottes Hilfe in einer schwierigen Situation erlebt hatten und wie er ihnen neuen Mut und neue Kraft gab. «Aus der Asche meines Lebens machst du Gold» – eine Proklamation, die sich hoffentlich auch im Leben der Männer, die am Männertag 2014 dabei waren, bewahrheiten wird.

«Äsche zu Gold» von Jonas Schuhmacher


Zum Thema:
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Datum: 11.11.2014
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

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Noch nie wurden so viele Christen verfolgt wie heute. Die überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International) organisiert im fünften Jahr eine Mahnwache und weist hiermit auf die verfolgten Christen weltweit hin.

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