Regen von Feuer und Schwefel

Auf der Suche nach Sodom und Gomorrha

Zoom
Wissenschaftler vermuten, dass diese Katastrophe in den heutigen Ländern Israel und Jordanien stattfand.
In der Bibel steht, wie über den Städten Sodom und Gomorrha eine Katastrophe hereinbach. Unter einem Regen von Feuer und Schwefel wurden Städte begraben. Bis heute wurden keinerlei Überreste der beiden Städte gefunden. Dennoch spricht viel dafür, dass die biblischen Orte einst wirklich existierten.

Forscher suchen in der Nähe des Toten Meeres nach Anhaltspunkten. Ruinen von Sodom und Gomorrha wurden zwar nie gefunden, aber andere Siedlungen, die die Wissenschaftler auf eine erste Spur gebracht haben. Aufgrund von Fundstücken, wie besondere Tontöpfe, die für die Produktion von Olivenöl verwendet wurden, schlossen die Forscher, dass es vor rund 4000 Jahren in der heute sehr trockenen Region üppige Plantagen und grosse Städte gab.

Knochenfunde geben Hinweise

Weitere Funde in der Nähe liefern erste Anhaltspunkte für ein mögliches Untergangsszenario: Skelette. Sie zeigen bei genauer Analyse, dass sie gewaltigen Kräften ausgesetzt waren. Die Bruchlinien der Knochen deuten darauf hin, dass die Menschen verschüttet wurden, und zwar als sie noch lebten. Nur so lassen sich die schrägen Knochenbrüche der Skelette erklären. Für Forscher ist das auch ein Hinweis auf ein Erdbeben. Könnte das der Grund für den Untergang der beiden biblischen Städte gewesen sein?

In der Region kommt es bis heute immer wieder zu Erdstössen. Das Tote Meer liegt in einer geologisch aktiven Zone. Genau zwischen der Asiatischen und der Afrikanischen Platte schieben sich hier die Kontinentalplatten übereinander. Untersuchungen zeigen jedoch, dass es zur fraglichen Zeit nur Erdbeben mittlerer Stärke gegeben hat. Lässt sich damit also das Ausmass der Katastrophe überhaupt erklären?

Feuer durch aufsteigendes Gas?

In der Bibel wird erzählt, dass Sodom und Gomorrha unter einem Regen aus Feuer begraben worden seien, aber woher kann das Feuer gekommen sein? Aktuelle Messungen haben Erstaunliches zutage gebracht. Überall in dieser Region gibt es Erdgaslagerstätten, und zwar recht nah an der Erdoberfläche. Die Forscher stellen sich den Anfang des Untergangs heute etwa so vor: Die Erde bebt mit mittlerer Stärke, Gas tritt aus dem Erdreich aus und wird durch die Feuer in der Stadt entzündet. Aber wenn dies wirklich so passiert ist, wo liegen dann diese Städte und warum finden sich keinerlei Überreste?

Unbestätigte Vermutungen

Manche Wissenschaftler gehen heute von folgendem Untergangsszenario aus: Die Region um Sodom und Gomorrha wurde von einem mittleren Erdbeben heimgesucht. Feuer entstanden, doch dann drang Wasser an die Oberfläche und die beiden Städte rutschten in einer gewaltigen Schlammlawine ab. Alle Bauten wurden mitgerissen und die Gerölllawine bewegte sich in Richtung des Toten Meeres. Heute vermuten die Forscher die Ruinen von Sodom und Gomorrha deshalb im Toten Meer. Ob sie jemals gefunden werden und diese Rekonstruktion damit endgültig bestätigt werden kann, bleibt offen.
Datum: 19.08.2009
Quelle: ZDF Online

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Pastoren stimmen eher zu
Laut einer Umfrage des christlichen Verlages «LifeWay» unter amerikanischen Pastoren befürwortet die überwiegende Mehrheit eine wörtliche Auslegung...
Bekenntnisschulen wehren sich
Üblicherweise wird an Schulen im Biologie-Unterricht einzig die Evolutionstheorie gelehrt. In christlichen Bekenntnisschulen jedoch wird die...
Nobelpreisträger und Gott
Albrecht Kellner ist nicht zuletzt deshalb Physiker geworden, weil ihn die Frage nach dem Ursprung aller Dinge schon seit seiner Kindheit beschäftigt...
Weltpremiere in Hongkong
In Hongkong kann ein originalgetreuer Nachbau der Arche Noah besichtigt werden. Das biblische Schiff ist Bestandteil eines neuen Themenparks der...

Werbung

RATGEBER

Runter vom Gas: Können Sie sich noch erholen?
Am Ende eines Arbeitstages oder einer Woche voller Arbeit schnaufen viele erst einmal kräftig durch...

Werbung

VERANSTALTUNGEN

Konzerte in Basel, Wädenswil, Neuchâtel 15.-17.3
Das Seminar für Frauen, die sich nach frischem Wind in den Segeln ihres Lebens sehnen…
xplore passion: praxisnah – lebensverändernd – nachhaltig
Weekend vom 17. bis 19. Februar 2012 in der New International Church