Prinzipien der Bibel

Dieses Buch kann glücklich machen

Das 350 Seiten umfassende Buch «Glück. The World Book of Happiness» (Das Weltbuch des Glücks) versammelt die Erkenntnisse von über 100 Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. Was ihnen gemeinsam ist: Diese Forscher suchen danach, was das Leben lebenswert macht. Ihre Ergebnisse decken sich auf verblüffende Weise mit den Prinzipien der Bibel.
Kleeblatt
Dieses Buch kann glücklich machen

Laut der Psychologieprofessorin an der Internationalen Islamischen Universität von Malaysia, Noraini M. Noor (Kuala Lumpur), hat die westliche Welt ein zu enges Verständnis vom Glück, weil sie die geistlichen Fragen vernachlässigt: «Seit die Säkularisierung Religion zur Privatangelegenheit marginalisiert hat, widmet der Westen der Seele des Menschen nicht mehr genügend Aufmerksamkeit.»

Auf diese Gefahr hat schon Jesus Christus hingewiesen: «Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?» (Matthäusevangelium, Kapitel 16, Vers 26). Damit die Seele Frieden findet, empfiehlt Jesus: «Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken… So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen» (Matthäusevangelium, Kapitel 11, Verse 28 bis 29).

Glücklich macht die Schöpfung

Dass der Aufenthalt in der Natur Glücksmomente birgt, wird von mehreren Forschern betont, zum Beispiel vom südafrikanischen Psychologieprofessor Strümpfer: «Halten Sie Ihre Augen und Ohren offen für die Schönheit ringsum. Spüren Sie Schönheit auf. Man kann grosses Glück gewinnen, wenn man Vögeln beim Singen zuhört, wenn man ihren Flug beobachtet, wenn man aufmerksam Bäume, Pflanzen und Blumen, fliessendes Wasser, Wolken, Sonnenauf- und -untergänge ansieht.»

Dieselbe Erfahrung macht der Beter in Psalm 104. Er lobt Gott für seine Schöpfung: «Du lässt Brunnen quellen in den Gründen, dass die Wasser zwischen den Bergen fliessen, dass alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche. Dort sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her; du machst das Land voll Früchte … Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne weiss ihren Niedergang. Herr, wie sind deine Werke so gross und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.»

Glücklich macht Dankbarkeit

Schwer zu praktizieren scheint die Aufforderung, Gott selbst unter schwersten Umständen dankbar zu sein: «Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch» (1. Brief an die Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 18). Ist das alles nur frommer Idealismus, fernab jeglicher Realität? Von wegen! Die moderne Glücksforschung bestätigt die uralten Ratschläge eindrucksvoll. So schreibt José de Jesús García Vega, der am Zentrum für Wohlbefindensforschung der Universität Monterrey (Mexiko) arbeitet: «Nehmen Sie die Dinge hin, wie sie kommen. Um glücklich zu sein, müssen wir geniessen, was wir haben. Sie haben immer die Freiheit auszusuchen, in welcher Weise Sie mit einer bestimmten Situation umgehen möchten.»

90 Prozent der Sorgen erfüllen sich nicht

Viele Aussagen der Forscher klingen so, als seien sie geradewegs aus der Bibel abgeschrieben. So schreibt der kanadische Entwicklungspsychologe Gary T. Reker: «Hören Sie auf, sich Sorgen zu machen. Glückliche Menschen machen sich keine Sorgen – weil Sorgen eine Form des unerfreulichen Denkens sind. Sie erkennen, dass 90 Prozent aller Sorgen niemals wahr werden.» Ganz ähnlich heisst es bereits in der Bergpredigt von Jesus Christus: «Sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe» (Matthäusevangelium, Kapitel 6, Vers 34).

Glücklich macht Ehrlichkeit

Mit Lebenslügen hat sich die Ärztin Claire Beazley (Lancaster/Grossbritannien) beschäftigt. Sie rät: «Betrachten Sie sich selbst durchweg ehrlich, und seien Sie sich selbst und anderen gegenüber ehrlich, in Worten und Taten.» Entsprechend heisst es in Sprüche, Kapitel 28, Vers 13: «Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.» Weiter empfiehlt Beazley: «Wenn Menschen davon befreit werden, die Wahrheit zu unterdrücken, müssen sie nicht mehr versuchen, Lügen zu leben, sondern können sich erlauben, offene und ehrliche Versager zu sein.» Die Bibel schreibt zum selben Thema: «Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten» (Epheser Kapitel 4, Verse 24 - 25).

Und wenn man scheitert?

Der Sozialwissenschaftler und Philosoph Philippe Van Parijs (Louvain, Belgien) hat den Umgang mit Fehlern und Rückschlägen untersucht. Seine Erkenntnis: «Wir müssen lernen, unsere Fehlschläge und Schnitzer zu vergessen – ausser um zu lernen, wie wir sie nicht wiederholen – und immer nach vorne schauen, statt unsere Zeit mit zweckloser Reue zu vergeuden.»

Zum Vergleich: Im Brief an die Philipper beschreibt sich Paulus als strengen Gesetzeshüter und eifrigen Christenverfolger. Seine Vergangenheit betrachtet er als «Schaden» und als «wertlos». Er kommt zu dem Schluss: «Ich vergesse das Vergangene und schaue auf das, was vor mir liegt. Ich laufe mit aller Kraft auf das Ziel zu, um den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Jesus Christus bestimmt hat» (Philipper, Kapitel 3, Verse 13 - 14).

Ein guter Rat zum Schluss

Zum Abschluss noch eine ganz simple Erinnerung des mexikanischen Forschers José de Jesús García Vega: «Vergessen Sie nicht, glücklich zu sein.» Steht auch das in der Bibel? Na klar, im Brief an die Philipper Kapitel 4, Vers 4: «Freuet euch in dem Herrn allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!»

Das war der zweite Teil zum Thema: Glück und die Bibel. Lesen Sie auch den ersten Teil des Artikels.

Datum: 02.05.2011
Quelle: idea.de

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