„2005 kommen wir mit zwei Lovemobilen!“

Nein, David ist nun definitiv nicht mehr der Einzige, der auf der Strasse tanzte! Die Zürcher Samba-Gospler-Gemeinde* taten es dem biblischen König gleich und feierten ihren Schöpfer vor den Augen des Publikums.

Als ein „voller Erfolg“ bewertet Jean-Pierre Lehmann den Auftritt der Samba Gospler an der Zürcher Street Parade (wir berichteten im Vorfeld). Lehmann, Mitverantwortlicher der Samba-Gospler: „Die Leute kamen, um ein Fest zu feiern. Wir machten auch ein Fest. Und wir zeigten, woher unsere Freude kommt.“ Eine Art Christustag auf der Strasse. „Manche der Partygänger haben sich uns gleich angeschlossen. Andere wollten uns ein T-Shirt abkaufen.“

Lehmann versichert, dass die Gospler näher am Volk waren als andere Gruppierungen. „Die anderen waren auf ihren Lastwagen. Wer nicht auf einem Lkw Platz hat, ist dann einfach das Fussvolk. Weil wir selber zu Fuss unterwegs waren, konnte man sich bei uns hineinstürzen.“

Wie viele waren’s nun?

2002 folgten 60 Samba-Gospler dem Ruf der Evangelischen Internationalen Gemeinde* an die Street Parade. 2003 kamen 200, und für diesmal rechnete Gemeinde-Pastor Renato Souza mit 700 Christen. Er hatte alle christlichen Gemeinden zur Teilnahme aufgerufen.

Jean-Pierre Lehmann: „Allein von unserer Gemeinde kamen 400 Leute.“ Wie viele Christen sich total beteiligten, weiss Lehmann nicht. „Es waren so viele, dass ich in der Masse gar nicht zum Zählen kam. Es beteiligten sich viele Leute und der Sicherheitsdienst machte auch keine Probleme mehr.“ Bei der ersten Teilnahme wurde nämlich versucht, das Mitmarschieren zu verhindern.

„Die Zuschauer konnten sehen, dass die Kirche auf die Strasse kommt. Und damit meine ich nicht unsere Gemeinde, sondern alle Christen, die sich beteiligten.“ Der Anlass habe auch die eigene Gemeinde weiter zusammengeschweisst. „Man krampft und arbeitet, und dann sieht man, wie die Leute kommen und wie es abgeht.“

Nächstes Jahr zwei Lovemobile?

Die Initianten sind so zufrieden, dass sie 2005 mit zwei Lovemobilen auffahren wollen. „Mit dem Vermieter sind wir uns schon einig.“ Jetzt muss „bloss“ noch der Organisator der Parade „Ja“ und am besten gleich noch „Amen“ sagen. Dass man dann plötzlich selber weniger nah beim Volk ist, befürchtet Lehmann nicht: „Wir sind auch dann noch viele, die unten Musik machen.“

Die Gemeinde verzichtete darauf, Leute als Drogen und Dämonen zu verkleiden. In solchen Verkleidungen war sie in den Vorjahren präsent. Lehmann: „Wir entschieden uns, in Jesus-T-Shirts und mit Transparenten zu gehen.“ Die Evangelische Street Parade-Allianz – nicht oder noch nicht mit der SEA gleichzusetzen! – gospelte dann sambaspielend in drei verschiedenen Abteilungen durch die Strassen.

Ein Fazit

„Wir hatten viel Unterstützung durch andere Gemeinden. Dazu kam der super Klang aus Brasilien.“ Es beteiligten sich nämlich professionelle Samba-Spieler am Auftritt der christlichen Gemeinden.

Andere haben Jean-Pierre Lehmann enttäuscht: „Einige sagten ihre Teilnahme zu, kamen dann aber doch nicht. Die eigenen Leute seien in den Ferien, oder man wolle nun doch nicht an die Street Parade. Dafür seien Leute gekommen, von denen man im Vorfeld nichts gehört habe.

Lehmann präzisiert: „Unser Ziel ist nicht, nur Christen zu bewegen, sondern wir wollen nach Aussen wirken. Und die Reichweite an diesem Anlass mit einer Million Teilnehmern ist sehr gross.“

Das Potential an Christen wäre vorhanden, versichert Lehmann. „Es gibt so viele Gemeinden. Wenn sich da nur ein Zehntel bewegen lässt ... Gehen wir raus und sprechen die Leute an!“

Die Evangelische Internationale Gemeinde hat ihren Hauptsitz in Zürich an der Lueggwegstrasse 9. Die Gottesdienste sind zweisprachig, in Portugiesisch und Deutsch. Bekannt wurde die Gemeinde durch den Fussballspieler Eduardo und dessen Jesus-T-Shirt, welches er beim Torjubel zeigte.

Im Internet:
www.evangelischegemeinde.ch/jesus.html

Weitere Artikel zum Thema:
www.livenet.ch/www/index.php/D/article/158/17293/

Datum: 10.08.2004
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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