Doppelpunkt 21

HipHop-Gottesdienst eröffnet Kirchenfest

Unter dem Motto «Doppelpunkt 21» feiern die Kirchgemeinden der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn am 10. September gemeinsam ein Fest mit acht Gottesdiensten am Sonntagmorgen auf dem Bundesplatz und in sieben Kirchen der Stadt Bern, einem Risotto-Essen auf dem Waisenhausplatz und der Visions-Feier am Nachmittag auf dem Bundesplatz. Bereits am Samstagabend eröffnet der HipHop-Gottesdienst in der Markuskirche das Kirchenfest.

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HipHop-Gottesdienst in Markuskirche (2014)
«Doppelpunkt 21» heisst das Kirchenfest, weil es ein Vorher und ein Nachher gibt. Das Vorher reicht zurück ins Jahr 2013. Ausgehend von der Frage: «Wie und wann ist die Kirche zukunftsfähig?» starteten die Kirchen einen dreiteiligen Visionsprozess. Nichts Geringeres als eine Vision und Leitziele für die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sollten das Ergebnis sein. Meilensteine waren die 5'748 Fragen, die Kirchenmitglieder einreichten; dann die 13 inhaltlichen Spannungsfelder, zu denen eine Gruppe von Fachleuten die Fragen verdichtete; es folgte im Sommer 2016 die Gesprächssynode Plus, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Spannungsfelder diskutierten und Fragen beantworteten. Darauf basieren die Vision «Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet.» und sieben Leitsätze, die eine zweite Fachgruppe zuhanden der Kirchenleitung erarbeitete.

Auftrag, «sich zu bewegen»

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Flyer Doppelpunkt 21
Vision und Leitsätze wurden im Frühling quer durchs Kirchengebiet interessierten Kirchenmitgliedern vorgestellt und intensiv diskutiert. Es gab dafür Lob und Kritik, sie lösten Freude und Verwunderung aus. «Refbejuso steht dazu, Volkskirche zu sein und zu bleiben», hält der Synodalrat in seinem Kommentar fest. Die sieben Leitsätze «anerkennen, was schon alles da ist. Sie öffnen gleichzeitig auf die Zukunft hin und sind in diesem Sinne wie die Vision selber auch visionär.» Die Kirchenregierung versteht sie als Auftrag und Aufforderung, «sich in Bewegung zu setzen». Womit das Nachher, die Umsetzungsarbeit angesprochen ist.

Kirchenfest mit neun Gottesdiensten

Doch vor diesem Nachher steht die Gegenwart: das Kirchenfest am 10. September, zu dem alle eingeladen sind. Gefeiert werden die Vision und die Leitsätze, von denen an der Synode, dem Kirchenparlament, gesagt wurde, sie seien eine «Herausforderung zu Veränderungen, um mehr zu wagen». Dafür steht das Kirchenfest mit seinen insgesamt neun Gottesdiensten: Diese unterscheiden sich theologisch, liturgisch und musikalisch. Der Bogen spannt sich vom klassischen über den sozialethisch geprägten, den schöpfungsorientierten, den gesellschaftsfokussierten bis zum Gottesdienst mit Kindern und Familien. In jeder Kirche predigt eine auswärtige Pfarrerin oder ein Pfarrer; in jedem Gottesdienstteam arbeiten ansässige und auswärtige Pfarrpersonen, weitere Teammitglieder sowie Musikerinnen und Musiker zusammen.

Jugendliche und Junggebliebene feiern bereits am Samstagabend einen HipHop-Gottesdienst. Unter der Leitung des HipHop-Centers Bern gestalten Jugendliche und junge Erwachsene mit Text, Kunst, Tanz und Rap diesen jugendkulturellen Gottesdienst. Predigen wird Pfarrer Markus Giger von der Streetchurch Zürich.

«Ausdrucksstarke» Feier auf Bundesplatz

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Paul Kleiner
Im Festakt am Sonntagnachmittag auf dem Bundesplatz werden Vision und Leitsätze feierlich liturgisch verankert: in Worten, mit Musik, Gesang und Tanz – und mit einem «Wort zum Sonntag … Nachmittag» von Massimo Rocchi.

Der Gottesdienst auf dem Bundesplatz soll «ausdrucksstark» werden. Das wünscht sich Pfarrer Paul Kleiner, der die Predigt hält. Der Bundesplatz sei ein guter Ort, um neben der persönlichen «die gesellschaftliche, politische und öffentliche Zielrichtung von Gottes Bewegung aufzugreifen». Hier möchte er etwas Grosses bewirken: «Die zu erwartende Breite des Publikums fordert mich heraus, Räume für möglichst viele Menschen zu öffnen, also möglichst viele Menschen ‹gluschtig› zu machen, ihre Räume zu öffnen.»

Mit Wort, Tanz und Musik, mit diesen einander ergänzenden Ausdrucksmitteln wird die Feier gestaltet, die «einen rationalen Schwerpunkt mit einem emotionalen Fokus hat». Paul Kleiner hofft, dass aus dem Zusammenwirken aller Beteiligter auf und vor der Bühne ein «grosses Ganzes» entsteht. Dafür spannen viele zusammen: eine Jahu-Tanzgruppe, die von Christoph Gfeller geleiteten Posaunenchöre, die Worship-Band von Claudio Gagliardi sowie Pfarrerin Alice Rüegsegger, Rüegsauschachen, Pfarrer Daniel Meister, Oberdiessbach, und Pfarrer Paul Kleiner, Aarau.

Programmübersicht Doppelpunkt 21 in Bern

Samstag, 9. September 2017
16.00 Uhr HipHop-Jam auf dem Vorplatz der Markuskirche
20.00 Uhr HipHop-Gottesdienst in der Markuskirche

Sonntag, 10. September 2017
10.15 Uhr Die Glocken der reformierten Kirchen läuten
10.30 Uhr Acht Gottesdienste: Münster, Heiliggeistkirche, Eglise française, Nydeggkirche, Markuskirche, Pauluskirche, Petruskirche und auf dem Bundesplatz
11.45 Uhr Kirchenrisotto-Essen auf dem Waisenhausplatz
14.00 Uhr «Das Wort zum Sonntag… Nachmittag»: Massimo Rocchi am Bundesplatz
14.30 Uhr Visionsfeier auf dem Bundesplatz

Die Vision Kirche 21 der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet.

  • Auf die Bibel hören – nach den Menschen fragen.
  • Vielfältig glauben – Profil zeigen.
  • Offen für alle – solidarisch mit den Leidenden.
  • Die Einzelnen stärken – Gemeinschaft suchen.
  • Bewährtes pflegen – Räume öffnen.
  • Vor Ort präsent – die Welt im Blick.
  • Die Gegenwart gestalten – auf Gottes Zukunft setzen.

Zur Webseite:
Vision Kirche 21

Zum Thema:
Reformationseröffnung in Genf: Bundesrat Berset: «Schweiz war Epizentrum eines Erdbebens»
Mit internationalen Gästen: Weltkirchen feierten Reformation in Bern
So hat Kirche Zukunft: Visionäres Denken – zupackendes Handeln 
Steine für die Kathedrale: Vision für die Kirche 

Datum: 07.09.2017
Quelle: Refbejuso / HipHop Center

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