Arbeit

Nichts als die Wahrheit?

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Arbeitsalltag: Nicht in jeder Situation ist die "ganze Wahrheit" hilfreich.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Auch im Arbeitsalltag bewahrt diese biblische Weisheit vor Fehltritten. Denn nicht in jeder Situation ist es unbedingt hilfreich, gleich mit der "ganzen Wahrheit" ins Maus zu fallen.

So kann es sein, dass eine neue Mitarbeiterin Sie fragt: "Nun, wie fanden Sie meine Präsentation?" Und Ihnen liegt auf der Zunge: "Das war wohl die schlechteste Präsentation, die ich je gesehen habe!" Nach einem tiefen Atemzug können Sie diesen Gedanken gerade noch hinunterschlucken.

Keine Hilfe

Ihr Eindruck mag vielleicht die Wahrheit sein, aber sie zu äussern wird der Mitarbeiterin keineswegs helfen, fachlich besser zu werden. Ihr Kommentar nimmt weder auf den Menschen Rücksicht, noch dient er dem längerfristigen Ziel, Ihrer Kollegin zu helfen.

Von der Liebe leiten lassen

Lernen Sie von Gott: Er ist immer liebevoll, auch wenn er uns die Wahrheit über uns sagen muss.* Normalerweise konfrontiert er uns nicht in einem Augenblick mit der ganzen Wahrheit über uns selbst. In seiner Liebe zeigt er uns nur so viel, wie wir ertragen können und wie wir brauchen, um uns mit seiner Hilfe an diesem bestimmten Punkt zu ändern. Deshalb sollten wir uns bei unseren Überlegungen, wie viel wir anderen mitteilen wollen, von der Liebe zu unseren Mitmenschen leiten lassen und davon, was für sie das Beste ist.

Hart, aber herzlich

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Konflikte: Die Devise "Hart, aber herzlich!" hat ihre Berechtigung.
Doch, Vorsicht: Unser Taktgefühl darf nicht der Angst entspringen, jemandem durch die Wahrheit weh zu tun, wenn sie nötig ist. Die Devise "Hart, aber herzlich!" hat ihre Berechtigung. Denn manchmal kommt auch Liebe ohne eine gewisse Härte nicht aus. Auf lange Sicht werden Ihre Kollegen Ihre Aufrichtigkeit schätzen lernen, wenn Sie gleichzeitig Ihr echtes Interesse an ihrer Person dahinter sehen.

*siehe zum Beispiel in der Bibel in Jesaja, Kapitel 42, Verse 2-3: "Er schreit keine Befehle und lässt keine Verordnungen auf der Strasse ausrufen. Das geknickte Schilfrohr zerbricht er nicht, den glimmenden Docht löscht er nicht aus. Er bringt dem geschlagenen Volk das Recht, damit Gottes Treue ans Licht kommt."

Autor: Mark Greene

Datum: 26.09.2007

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