Neuer Trend: Beten im Internet

Zoom
Webseite für Gebetsgruppe im Internet.
Der neue Trend macht sich vorallem in den USA bemerkbar. Mittlerweile sollen sich Tausende in virtuellen sozialen Netzwerken und auf anderen Internetseiten treffen – um zu beten.

"Kirchen verzeichnen schon seit längerer Zeit einen Besucherrücklauf, doch im Internet suchen viele den Draht zu Gott", schreibt Zoomer.de, ein deutsches Nachrichtenportal für junge Leute. Auf den bekannten sozialen Web-Netzwerken wie "Myspace" oder "Facebook" oder auf eigens dafür eingerichteten Webseiten von Kirchen tauschten sich die Menschen rege aus über Gebetsanliegen und – Erhörungen. "Amerikaner beten mit der Tastatur", titelte die "Netzeitung" zum neuen Trend, und der Berliner "Tagesspiegel" fragt angesichts Tausender eingetragener Beter auf Internetseiten: "Werden dadurch die Kirchenbänke leer?"

Prayer Groups

Das Internet-Marktforschungsunternehmen "Comscore" hatte mehr als 23 Millionen Menschen gezählt, die allein im Februar religiöse Internetseiten besuchten. Das sind 18 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Auf "Myspace" gibt es über 1.000 so genannte "Prayer Groups", auf Facebook rund 500. Deren Mitglieder beten für einzelne Menschen, für allgemeine Dinge oder einfach um des Betens Willen. Wenn man Google befragt, finden sich über zwei Millionen Treffer zum Stichwort "Online Prayer Group". "Sprunghaft steigt die Zahl der Amerikaner, die übers Internet Gott ihre Anliegen vortragen", schreibt dpa.

Mit Gott sprechen

"Online-Beten ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für Menschen, die Hilfe suchen und die selbst helfen wollen", sagte die Direktorin für Gebetsanliegen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, Kathrin Love. Auf der entsprechenden Kirchen-Webseite seien im Jahr 2001 monatlich rund 800 E-Mails eingegangen - inzwischen seien es fast 30.000 Anfragen im Monat. Sie kämen aus aller Welt, sogar aus Bangladesch. "Viele Menschen gehören keiner Kirche an, möchten aber trotzdem mit Gott sprechen. Deshalb wenden sie sich ans Internet", sagte Love.

Die christliche Video-Plattform Godtube.com, eine christliche Version des erfolgreichen Video- Portals "Youtube", hat eigenen Angaben zufolge, fast 320.000 Mitglieder. Hier können nicht nur Videos gezeigt, abgerufen und kommentiert werden, auch hier gibt es eine "Gebetswand", eine Art schwarzes Brett, auf dem User elektronisch Gebetsanliegen hinterlassen können.

Auch beim christlichen Infoportal Livenet.ch kann man für allgemeine und persönliche Anliegen beten, oder selber Gebetsanliegen eintragen.

Datum: 08.04.2008
Quelle: PRO Medienmagazin

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