Alphalive

... und plötzlich reden wir über den Glauben

Wenn Sie Lebensfragen mit sich herumtragen und mit jemand diskutieren möchten - oder wenn Sie Ihren Horizont in religiösen Dingen erweitern wollen, ist der Alphalive-Kurs ein interessantes Angebot. Der Kurs, der in London entwickelt wurde, gilt weltweit als der meistverbreitete Einführungskurs in den christlichen Glauben. Schätzungsweise fünf Millionen Frauen und Männern haben ihn durchlaufen.

Insgesamt 430 Kurse laufen in der Schweiz. 680 Alphakurse finden in Deutschland statt, 140 in Österreich. Der Kurs geniesst eine breite Akzeptanz in den verschiedensten Kirchen, Landes- wie Freikirchen. Livenet hat von Martin und Rachel Stoessel, den Alphalive-Koordinatoren in der Schweiz, Näheres wissen wollen.

Livenet: Wie entstand Alphalive in der Schweiz?
Martin Stoessel: 1993 arbeiteten wir, meine Frau Rachel und ich, während zweier Monate in der anglikanischen Dreifaltigkeitsgemeinde (HTB, Holy Trinity Brompton) in London und haben dabei den Alpha-Kurs kennengelernt. Wir gewannen die Überzeugung, dass dieser Kurs für die Evangelisation in unserer "Heimatkirche", der reformierten Kirchgemeinde Bäretswil, ideal wäre. 1995 besuchte eine siebenköpfige Delegation unserer Gemeinde eine Alpha-Konferenz in London.

Im Januar 1996 starteten wir parallel mit der Reformierten Kirchgemeinde in Winterthur-Seen den ersten Alpha-Kurs in unserer Gemeinde. Bereits 1995 wurden wir angefragt, ob wir Ansprechstelle in der Schweiz für "Alpha-live" werden wollten. (Dass der Kurs in der Schweiz Alpha-live heisst, im Unterschied zu den anderen Ländern, hat mit einer rechtlichen Frage zu tun.) Anfänglich war der Aufwand noch gering, aber er nahm stetig zu. Schliesslich entschieden wir uns 1998, das Hobby zum Beruf zu machen. Seither führen wir hier in Zürich unter dem Dach von ‚Campus für Christus' als Vollzeiter das Schweizer Alphalive-Büro.

Was beinhaltet der Kurs?
Der Buchstabe Alpha steht am Anfang des griechischen Alphabets. Der Kurs beginnt dementsprechend am Anfang und vermittelt biblische Grundkenntnisse und Anleitung für ein Leben mit Christus. Die Teilnehmer treffen sich während zehn Wochen einmal wöchentlich, um gemeinsam zu essen, ein Referat zu hören, in der Kleingruppe darüber zu diskutieren und ihre Fragen einzubringen.

Die Themen der Referate sind: "Wer ist Jesus?", "Warum starb Jesus?", "Welche Bedeutung hat die Bibel?" oder "Heilt Gott heute noch?". In der Mitte des Kurses steht ein Wochenende zum Thema "Der Heilige Geist" auf dem Programm.

Alphalive ist also eine praktische Einführung in den christlichen Glauben und gleichzeitig eine Möglichkeit, mehr über den Sinn des Lebens zu erfahren. Er ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, Antworten und Denkanstösse zu wichtigen Fragen des Lebens zu finden. Vorkenntnisse brauchen Sie keine.

Wer veranstaltet diese Kurse?
Jede Gemeinde kann so einen Kurs einführen und anbieten. Empfehlenswert ist eine gute Schulung des Teams. Zudem sollen Veranstalter sich überlegen, wie sie Kursteilnehmer gewinnen und später in die Gemeinde integrieren wollen. Menschen, die erst vor kurzem zum Glauben an Christus gekommen sind, haben besondere Bedürfnisse.

Wie kann man einen Alphalive-Kurs starten? Wie geht man dabei vor?
Für die Vorbereitung empfehlen wir den Besuch unserer Informations- und Schulungskonferenz. Eine gute Schulung des Teams ist wichtig. Deshalb besuchen ganze Teams diese Veranstaltung. (Die letzte Konferenz fand am 20. und 21. Juni in Aarau statt; die nächste ist für den 18./19. Juni 2004 in Will/SG geplant.) Übrigens finden am 27. August 2003 überall in der Schweiz erstmals Gebetstreffen für Alphalive statt

Gibt es eine Art "Supervision"?
Wir wissen, dass es zurzeit etwa 430 Alphalive-Kursveranstalter in der Schweiz gibt. Da die Gemeinden die Kurse in eigener Verantwortung durchführen, können sie über die Supervision selbst entscheiden. Die Nachfrage danach war bisher sehr gering.

Der Alphalive-Kurs stammt aus London. Wie alt ist er?
1977 suchte der Priester Charles Manham in der anglikanischen Holy Trinity Church in London nach einer geeigneten Methode, um die Grundlagen des christlichen Glaubens klar, unkompliziert und in einer gelösten Atmosphäre weitergeben zu können. Er entwickelte den ersten Alpha-Kurs.

In seinen Referaten griff Manham Themen auf wie: "Wer ist Jesus?", "Warum soll ich beten und wie?" oder "Wie führt Gott?". Als der Theologe Nicky Gumbel 1990 die Leitung der Alpha-Kurse übernahm, waren diese bereits sehr erfolgreich und längst zu einem zentralen Element des Gemeindelebens in Brompton geworden. Regelmässig nahmen bis zu 100 Personen teil.

Während Gumbel seinen zweiten Kurs leitete, machte er eine Entdeckung, die den weiteren Verlauf und die Anwendung dieses Glaubenskurses total veränderte und ihm eine neue Dynamik verlieh. Zu seiner Überraschung stellte er nämlich fest, dass der Grossteil der Besucher Kirchenferne waren.

Immer wieder äusserten sie folgende Fragen: "Was ist mit den andern Religionen?", "Was bedeutet das Leiden von Christus?" Nach sechs Wochen Kurs verlebten die Teilnehmer ein Wochenende miteinander. Dabei fanden alle zum Glauben an Jesus, den sie als ihren Retter erkannten.

Nach dieser Erfahrung realisierte Gumbel, dass der Glaubensgrundkurs eine einfache, aber sinnvolle Methode war, um Kirchenferne anzusprechen. Die Art und Weise die Teilnehmer willkommen zu heissen, die lockere, informelle Atmosphäre, die Arbeit in Kleingruppen und das ganze "Setting" wurde laufend verändert und den Bedürfnissen der Teilnehmer angepasst.

Niemand insistierte, wenn jemand den Kurs nicht weiter besuchen wollte. Die Kurse wurden auch nicht ausgeschrieben, sondern Freunde brachten Freunde; das war das Grundprinzip. Grumbel hatte Erfolg damit. Die Kurse wurden von Mund zu Mund propagiert und fanden bald international Anerkennung.

Nähere Infos auf den Webseiten:
www.alphalive.ch
www.alphakurs.de
www.alphakurs.at

Datum: 14.07.2003
Autor: Antoinette Lüchinger
Quelle: Livenet

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