«Du sollst Vater und Mutter ehren»

Was hat es mit dem fünften Gebot auf sich?

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Eltern machen Sinn – solange man ein Kind ist. Und wenn man sich später gut mit ihnen versteht ist ja auch alles in Ordnung. Aber manchmal sind Eltern doch ganz schön eigenartig, anstrengend oder nervig. Es ist mühsam genug, mit ihnen zusammen zu leben. Warum sollte Gott wollen, dass man Vater und Mutter auch noch ehrt? Und wie soll das gehen?


Jesus hat radikale Dinge gelehrt: Feinde lieben. Denen Gutes tun, die einen hassen. Die segnen, die einem Böses wünschen... Da ist ja das Gebot «Eltern ehren» fast harmlos dagegen.

Warum will Gott so was?

Warum empfiehlt Gott diese Dinge, obwohl sie nicht in der Natur des Menschen liegen und unlogisch klingen? Wer in der Bibel liest, wird entdecken: Gott liebt Menschen. Er würde sie nie zu etwas zwingen, was ihnen schadet. Alle seine Empfehlungen sind gut für einen selbst und für andere. Die Gebote sind eine Anleitung für ein schöneres Leben.

Über allem steht der Gedanke Gottes: «Ich kümmere mich um dich. Du kommst nicht zu kurz. Ich sorge für deine Gerechtigkeit. Da kannst du auch Feinde lieben, ihnen Gutes tun und deine Eltern ehren. Ich sorge dafür, dass du nicht untergehst. Ganz im Gegenteil: Es wird dir gut gehen!»

In 5. Mose, Kapitel 5, Vers 16 steht: «Ehre deinen Vater und deine Mutter, dann wird es dir gut gehen und du wirst lange leben.» Aber wie geht Eltern ehren?

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Glückliche Familie: Gegenseitiger Respekt über Generationengrenzen hinweg.

Schritt 1: Deinen Eltern vergeben

Nicht alle haben das Glück, von liebevollen Eltern aufgezogen zu werden. Manche meinen sie es gut, aber machen es falsch. Es gibt keinen der seine Kinder immer richtig behandelt hat. Fang an, deinen Eltern zu vergeben, wo sie dich entmutigt haben, ungerecht behandelt, nicht genug Zeit, oder kein Interesse für dich hatten.

Muss man seinen Eltern auch vergeben, wenn sie einen seelisch oder sexuell missbraucht haben? Eines steht fest: Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als wenn ein Kind das erleben muss. Gott zwingt einen niemals zu etwas. Aber er empfiehlt Vergebung, weil sie einem selbst gut tut. Vergeben bedeutet nicht, dass man Verbrechen abschwächt oder toleriert. Vergeben heisst vielmehr abschliessen mit dem, was hinter einem liegt. Heil werden. Und frei von Bitterkeit eine gute Zukunft beginnen.

Schritt 2: Eltern mit Respekt behandeln

Eltern und ihre Kinder haben nicht immer die gleiche Meinung, die gleiche Weltanschauung, den gleichen Glauben. Manche Eltern benehmen sich vielleicht sogar so, dass man eigentlich keinen Respekt vor ihnen haben kann. Hier beginnt «Eltern ehren». Es ist die Entscheidung, deine Eltern so zu behandeln, als hätten sie Respekt verdient. Zuhören statt abzuschalten. Versuchen, sie zu verstehen, statt rumzumaulen. Ihnen abnehmen, dass sie es gut mit dir meinen. Ihre Wünsche, Sorgen und Empfehlungen ernst nehmen. Vor Freunden nicht abfällig über sie reden. Deinen Teil dazutun, dass Gespräche funktionieren.

Schritt 3: Sich in die Familie integrieren

Freunde sind wichtig. Freunde kann man sich aussuchen. Aber im Laufe des Lebens stellt man fest: Viele Freunde kommen und gehen. Familie bleibt. Es ehrt Eltern, wenn man sich in die Familie integriert und sich für seine Familie interessiert. Wenn man sich so einbringt, dass für alle das Zusammenleben schöner wird und mehr Spaß macht. Das kann mal sein, dass man ohne Aufforderung die Spülmaschine ausräumt oder den Müll rausbringt und mal, dass man ein Treffen mit Freunden verschiebt und sich Zeit für seine Eltern nimmt.

Frag doch Gott selbst mal, wie du deine Eltern ehren könntest. Er wird dir seine Gedanken auf Herz legen.


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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