Japanisches Horoskop

Die «Glückslose» von Asakusa sagen Glück oder Fluch voraus

Für Japan-Touristen ist der Besuch des Tokioter Stadtteils Pflicht. Hier befindet sich der älteste buddhistische Tempel von Tokio. Er ist bekannt für die Lose, die Glück oder Fluch versprechen.
Ein Erlebnisbericht von Ernst Günter Wenzler:

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Japanisches Horoskop: Die Glückslose von Asakusa
Der Tempel «Sensō-ji» in Tokio wurde schon 628 nach Christus  gegründet und ist Kannon, dem Gott der Gnade, gewidmet. Daneben stehen der 1649 errichtete Asakusa Schrein und die fünfstöckige Pagode Gojûnoto. Ein beeindruckendes, grosses rotes Tor beherrscht den Eingang des Tempelgeländes - das Kaminarimon (Donnertor). Auf der rechten Seite des Tores ist eine Darstellung vom Gott des Windes (Fujin), auf der linken Seite vom Gott des Donners (Raijin), erklärt der Reiseführer. Mitten im Tor hängt ein 3,30 m hoher und gut 100 kg schwerer Lampion. Dort muss man drunter hindurchgehen, um auf eine lange, mit Souvenirläden bepflasterte Strasse zu kommen, die kerzengerade auf das Haupttempelgebäude zu geht.

Das Stäbchen ist gefallen

In der riesigen Tempelanlage fällt mir eine Gruppe von jungen Leuten auf. Fröhlich und ausgelassen schütteln sie Holzdosen, bis eines der vielen Holzstäbchen aus dem Loch im Deckel des Behälters fällt. Die Nummer auf dem Holz zeigt, aus welcher Schublade man ein Glückslos ziehen kann; sein Glückslos.
Neugierig liest jeder sein Los. Die Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Manche strahlen, erzählen den anderen begeistert, welche Glücksbotschaft sie bekommen haben, und stecken das Los ein. Andere wirken betreten und manche fast schockiert. Ihr Los knüpfen sie an einen Ast oder ein besonders dafür angefertigtes Gestell.

Dai-kyo – der grosse Fluch

Erst später bekomme ich mit, was es mit den Omikuji – so heissen diese Glückslose – auf sich hat. Auf den Papierstreifen stehen Wahrsagungen geschrieben, die auf verschiedene Lebenssituationen bezogen sind: Gesundheit, beruflicher Erfolg, die Partnerschaft, etc. Sie können allerdings sehr unterschiedlich ausfallen. Da gibt es genaue Abstufungen: Grosser Segen (dai-kichi), Mittlerer Segen (chū-kichi), Kleiner Segen (shō-kichi), Segen (kichi), Halber Segen (han-kichi), Beinahe-Segen (sue-kichi), Beinahe-Kleiner Segen (sue-shō-kichi,), Kleiner Fluch (shō-kyō), Halber Fluch (han-kyō), Beinahe-Fluch (sue-kyō), bis zu Grosser Fluch (dai-kyō).


Mit dem «grossen Segen» kann man sich als Glückskind fühlen. Wenn jedoch die Vorhersage schlecht ist, knotet man das Los an ein dafür vorgesehenes Gestell. Damit hofft man, dass das Unglück festgeknotet an dem Ort bleibt und es sich nicht an die eigenen Fersen heften kann.

Zweifelhaftes (Un-)Glücksversprechen

Da bin wirklich froh, dass ich nicht von solchen zweifelhaften Glücks- bzw. Unglücksversprechen abhängig bin. Seit ich mein Leben dem lebendigen Gott anvertraut habe, weiss ich, dass ich nicht einem blinden Schicksal ausgeliefert bin. Jesus Christus ist bei mir. Mit ihm kann ich das Glück geniessen und im Unglück standhalten. Er lädt mich ein, meine Zukunftsfragen, Sorgen und Ängste ihm zu bringen. Und verspricht mir, mich nie zu verlassen.

Zum Thema:
Die Sehnsucht des Predigers: Ein Skeptiker sucht das Glück
Glück wagen: Ein «Ja» zu sich finden
Geballte Ladung «Gutes»: Hoffnung am Himmel?

Datum: 16.02.2014
Autor: Ernst Günter Wenzler
Quelle: Augenblick mal

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