Glaube an Gott hat nichts mit Leichtgläubigkeit zu tun

Wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umgetrieben von jedem Wind der Lehre … (Epheser 4,14).

Jetzt möchte ich von der gefährlichen Logik des leichtgläubigen Christen erzählen, der nicht wahrnimmt, wie gefährlich es ist, allem zu glauben, was einem über den Weg läuft!

Ich habe Christen getroffen, die kein grösseres Unterscheidungsvermögen als ein Strauss hatten. Weil sie gewissen Dinge zu glauben haben, sind sie der Meinung, alles glauben zu müssen. Weil sie aufgerufen sind, Unsichtbares anzunehmen, gehen sie gleich weiter und glauben Unglaubliches. Gott kann Wunder wirken, und Er tut es auch: also, alles, was wie ein Wunder aussieht, muss von Gott kommen!

Gott hat zu Menschen gesprochen; deshalb meinen sie, jeder der angibt, eine Offenbarung zu haben, sei als Prophet zu akzeptieren. Alles, was unirdisch ist, muss himmlisch sein; was man nicht erklären kann, muss als göttlich angenommen werden. Die Propheten wurden verworfen; daher ist jeder, der verworfen wird, ein Prophet. Die Heiligen wurden missverstanden, und gleich glauben sie, jeder Missverstandene sei ein Heiliger. Diese Art Logik kann so gefährlich und schädlich wie der Unglaube selbst sein!

Glaube ist der Ausgangspunkt aller wahren Anbetung, und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen. Aber Glaube bedeutet niemals Leichtgläubigkeit. Der Mensch, der alles glaubt, ist von Gott genauso weit entfernt wie derjenige, der gar nichts glauben will. Glaube wendet sich an die Person und die Verheissung Gottes und ruht darauf in vollkommener Sicherheit - und von solchem Glauben kann man nie genug haben.

Leichtgläubigkeit andererseits ehrt Gott auf keinen Fall; denn sie zeigt eine ebenso grosse Bereitschaft, irgendetwas zu glauben, wie sie Gott selbst glaubt!

Datum: 26.02.2006
Autor: A. W. Tozer
Quelle: Verändert in Sein Bild

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