Evangelischen Allianz WEA

Evangelistisch und sozial engagiert

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Geoff Tunnicliffe.
Sonntag und Montag verbinden, im Staub arbeiten und feiern: Dafür weibelt Geoff Tunnicliffe. „Wir ringen um Gerechtigkeit, die Not der Armen kümmert uns, die Umweltfragen gehen uns an“, betont der Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz WEA bei einem Besuch in der Schweiz.

Dabei bleiben Evangelisation und Mission für „Evangelicals“ (das englische Wort für evangelische Christen) im Zentrum. Tunnicliffe schärft das Profil der WEA, indem er alle diese Themen miteinander aufgreift und die Länder-Allianzen auffordert, sich in ihnen zu engagieren. Global gesehen, seien Evangelikale an vorderster Front aktiv in der Sorge für HIV- und Aids-Kranke, auch im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung. Freimütig räumt der energische Kanadier im Gespräch mit Livenet indes ein, dass mehr getan werden könnte und sollte.

Wer spricht an Hochschulen?

Die WEA-Vollversammlung in Thailand im Oktober 2008 bestätigte für Tunnicliffe, dass die Evangelikalen weltweit nicht mehr diskutieren, ob sie sich sozial engagieren sollen, sondern nur noch, wie integrale Mission zu betreiben und voranzubringen ist. Der WEA-Direktor hofft, dass Evangelikale in der Finanzkrise Wesentliches zur Wertediskussion beitragen. „Wir müssen uns zeigen, wenn diskutiert wird, und uns einbringen!“ Er schliesst die Frage nach den Persönlichkeiten an, die an Hochschulen und in Medien christliche Gesichtspunkte überzeugend darlegen.

Ein hellerer Tag für die Gemeinschaft

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Armut war das wichtigste Thema an der WEA-Konferenz.
Dieses Jahr wurde des britischen Sozialpioniers William Wilberforce und des von ihm erwirkten Verbots des Sklavenhandels im Nordatlantik vor 200 Jahren gedacht. Wilberforce gründete und förderte insgesamt 75 Organisationen, die für das Gemeinwohl arbeiteten, vom Tierschutz über die Bibelgesellschaft bis zu Missionswerken. Er sei fähig gewesen, Menschen guten Willens einzubinden in seine Unternehmungen, die auf die soziale Transformation des Landes abzielten. Angesichts der Selbstbezogenheit vieler Kirchen formuliert der WEA-Direktor die Frage: „Wie leben wir unsere biblischen Werte in der Gesellschaft, damit für sie ein hellerer Tag anbricht?“

Globale Evangelikale

Die weltweite evangelikale Bewegung, wie die WEA sie abbildet, umfasst 128 nationale Allianzen, welche über 400 Millionen evangelische Christen vertreten. US-Evangelikale (8 Prozent davon) seien für sie nicht repräsentativ, sagt der WEA-Direktor. Einige Wortführer in den USA hätten auf wenige Themen fokussiert: Ehe, Homosexualität und Abtreibung. „So wichtig diese Themen sind – wir dürfen uns nicht allein von ihnen bestimmen lassen.“

Link zum Thema:
Webseite der Weltweiten Evangelischen Allianz

Datum: 09.12.2008

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