Neue Zeitschrift "Psychotherapie & Seelsorge"

"Psychotherapie & Seelsorge" heisst eine neue Quartalszeitschrift, die sich an haupt- und nebenberuflich tätige Seelsorger, Theologen, Ärzte, christliche Psychotherapeuten und interessierte Laien wendet.

Die Zeitschrift möchte Leserinnen und Leser erreichen, die sich intensiver mit der Frage auseinandersetzen wollen, wie sie als Christen anderen Menschen und sich selber zu einem gelingenden Leben helfen können.

"Psychotherapie & Seelsorge" wird von der im Jahr 2000 in Deutschland gegründeten "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge" (*APS) herausgegeben und erscheint in der Schweiz beim christlichen Nonprofit-Medienwerk bvmedia in Pfäffikon, Kanton Zürich. bvmedia wird von Christen aus Freikirchen und der Evangelischen Allianz getragen.

Zum Fachbeirat der Zeitschrift gehört auch der Chefarzt der Klinik Sonnehalde in Riehen, der Psychiater Dr. Samuel Pfeifer. Die erste Ausgabe, die in diesen Tagen in einer Startauflage von 16.000 Exemplaren ausgeliefert wird, beschäftigt sich vor allem mit den Themen "Seele" und "Lebenslust".

Beichte als Wellness

Der Diplom-Psychologe und Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin, Dr. Michael Utsch, rät unter anderem, die Beichte als zentralen christlichen "Wellness-Beitrag" wiederzudenken. Viele Menschen wüssten "schlicht nicht, wie sie ihrer Seele nachhaltig Gutes tun" könnten. Es sei falsch, die Seele auf eine reine Bedürfnisbefriedigung zu reduzieren. Sie lebe vielmehr von Begegnung und Beziehungen: "Regelmäßige Seelenhygiene ist nötig, um Prioritäten neu zu ordnen, angestaunten Ärger zu verarbeiten oder Beziehungskonflikte zu klären. Seine Aufmerksamkeit auf die Gegenwart Gottes zu konzentrieren, ist Seelenbalsam."


Christsein und Lebenslust

Gegen ein zentrales Missverständnis im christlichen Glauben wendet sich der Psychotherapeut Dr. Jörg Müller, dass nämlich der christliche Glaube ein "Instrument der Moral" sei. 75 Prozent aller Christen hätten Angst vor Gott und der Hölle und wollten ihre Kinder durch "moralinsaure Belehrung zu angepassten Menschen machen", schreibt der Autor, der vor seinem Eintritt in einen Orden Pädagogikprofessor war. Das Christentum wolle nicht die Lust am Leben vergällen, sondern wecken.

Im Editorial des ersten Heftes weisen die Herausgeber darauf hin, dass in dem Magazin ein "breites Spektrum von Sichtweisen" vorkommen soll. Dabei sei es das Ziel, "die therapeutische Kraft des Evangeliums" deutlich werden zu lassen.

Das Jahresabonnement kostet 38 Franken, das Einzelheft ist für 12 Franken im christlichen Zeitschriftenhandel und beim Verlag erhältlich. Die Startausgabe ist auch als pdf-Datei im Internet zu finden: www.psychotherapieundseelsorge.ch

In der (*APS) sind über 170 Einzelmitglieder – Therapeuten, Ärzte, Seelsorger und Mitarbeiter in Fachkliniken – zusammengeschlossen. Nach ihrem eigenen Verständnis ist die APS "eine dienende Plattform für Begegnungen und Diskussionen".

Autor: Niklaus Mosimann
Quelle: bvmedia

Datum: 20.12.2004

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