Dignitas strebt nach Pfäffikon ZH

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Pfäffikon nennt sich im Internet „die Perle am Pfäffikersee“.
Zürich. Die Suizidbegleiter von Dignitas wollen ab Juli vorübergehend im Industriegebiet von Pfäffikon im Zürcher Oberland tätig werden. Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli vermietet seinem Verein eine Liegenschaft, die er erworben hat. Dignitas muss aus gemieteten Räumen in einem Industriegebäude in Schwerzenbach ausziehen.

Gegenüber der NZZ mochte Minelli nicht sagen, ob Pfäffikon lediglich eine Zwischenlösung sei. Die Organisation wolle später die 2008 erworbene Liegenschaft mitten in Wetzikon nutzen. Das Haus liegt in einer gemischten Wohn- und Gewerbezone unweit von Schulhäusern. Weil das Verfahren gegen die Stadt Wetzikon, welche die Bewilligung zur Umnutzung verweigerte, vor der Baurekurskommission III des Kantons Zürich hängig ist, konnte Dignitas seinem Geschäft dort bisher nicht nachgehen.

Der Gemeinderat Pfäffikon erfuhr durch die Medien vom geplanten Umzug. Er will keine organisierte Suizidbegleitung im Ort. Da die Pfäffiker Liegenschaft in der Industriezone an der Barzloostrasse 8 liegt, könnte das Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts zu Schwerzenbach anwendbar sein: Die Organisation erbringe eine Dienstleistung, die sich aus baurechtlicher Sicht von den in Industriezonen zulässigen Tätigkeiten nur unwesentlich unterscheide. Pfäffikon behält sich alle rechtlichen Schritte vor. Der Gemeindeschreiber erwähnte gegenüber der NZZ die Jugendlichen, die auf dem nahen Fussballplatz Barzloo trainieren.

 

Datum: 19.06.2009
Quelle: NZZ

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