Arme Menschen sollen eine Plattform erhalten

Armut

Armut soll gesamtschweizerisch eine Stimme erhalten: Drei Organisationen aus Bern und Basel haben die Schweizerische Plattform der Armutsbetroffenen (Spar) gegründet.

Die Mitglieder von Spar wollen sich künftig regelmässig treffen, austauschen, vernetzen und gegenseitig unterstützen, wie die neue Organisation bekanntgab.

Direkt Betroffene sollen sich selbstständig zu Wort melden. Sie könnten auf ihre Situation aufmerksam machen und Lösungen vorschlagen, die ihre Lebenslage verbessern könnten. Die Gründer von Spar sind die Organisationen KABBA (Bern), "Liste 13, Liste gegen Armut und Ausgrenzung" (Basel) sowie Mitglieder der "Armutskonferenz von unten" (Basel).

Menschenrechte und Menschenwürde

Das Ziel der Spar ist, dass alle Organisationen der Erwerbslosen und Armutsbetroffenen in der Schweiz sich vernetzen und gemeinsame Aktionen durchführen können. Damit soll eine gemeinsame Politik gegen Erwerbslosigkeit, Armut und Ausgrenzung ermöglicht werden.

Spar bezeichnet sich in einer Grundsatzerklärung zudem als parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Sie vertritt "die Rechte der Erwerbslosen, Ausgegrenzten und Armutsbetroffenen" und betrachtet die Menschenrechte und Menschenwürde als höchste Güter.

Grundeinkommen für alle

Gefordert wird für alle Einwohner der Schweiz die Einführung eines existenzsichernden Grundeinkommens, das ein menschenwürdiges Dasein erlaube. Indem direkt Betroffene ihre Interessen wahrnehmen könnten, erhalte die Armut ein neues Gesicht, schreibt die Spar.

Datum: 24.05.2007
Quelle: Kipa

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