Dakar-Rally im Exil

Weltsportmarke beugt sich Terror zum 10. Mal

Zum zehnten Mal geht derzeit die Mutter aller Rallys in Südamerika über die Bühne: Die Dakar-Rally. Die 30 ersten Ausgaben führten durch Westafrika. Aufgrund einer islamischen Droh- und Terror-Kulisse ist die Weltsportmarke längst nur noch im Exil unterwegs. Der internationale Aufschrei bleibt aus.

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Die Dakar-Rally findet 2018 zum zehnten Mal in Südamerika statt.
Bilderbuchmässig führte die Dakar-Rally einst durch Westafrika. Meist erfolgte der Start in Paris, später dann in anderen Städten, zuletzt zweimal in Lissabon. Die letzte Ausgabe auf afrikanischem Boden führte durch Marokko, Mauretanien, Mali und schliesslich Senegal, mit dem Ziel Dakar.

Doch der Weihnachtsabend 2007 änderte alles: Die Al-Kaida im Maghreb tötete vier französische Touristen und drohte mit Anschlägen auf die Rallye, die wenige Tage später beginnen sollte. Der französische Staat drängte die Organisatoren, das Grossereignis abzusagen – und so wurde sie gestrichen und in den Folgejahren nun nach Südamerika verlegt. Die imposanten Bilder der mutigen Motorrad-Fahrer, bunten Rallye-Autos und hochgezüchteten Lastwagen, die sich durch die atemberaubenden Wüsten und Savannen Nordwestafrikas wühlen, gehören der Vergangenheit an.

Zum zehnten Mal im Exil

2008 wurde das Ereignis nicht durchgeführt und seit 2009 geht das Rennen jeweils eingangs Januar in Südamerika über die Bühne; im laufenden Jahr durch Peru, Bolivien und Argentinien, in anderen Jahren kämpfte sich der Tross auch durch Chile.

Die grösste Rally der Erde ist zurückgewichen. Für die einheimischen Minderheiten entlang der ursprünglichen Strecke ist der Horror geblieben. Insbesondere in Mauretanien. Dort ist einzig der Islam anerkannt, wer einen anderen Glauben annimmt, muss mit der Todesstrafe rechnen. Einheimische Christen können sich nur versteckt treffen.

«Eine Schande»

Ähnlich sieht es in Marokko aus. Christen, insbesondere Konvertiten stehen unter erheblichem Druck. Eine Rückkehr nach Nord- und West-Afrika schliesst Renndirektor Etienne Lavigne derzeit aus. Zu den aufgezählten Gründen gehört namentlich der Terror. «Das ist eine Schande, aber so ist es nun einmal.»

 

Zum Thema:
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Datum: 12.01.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / sport.de / kath.ch

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