Gott in Russland nicht mehr tot

Jetzt gibt es in Moskau zwei Gebetsfrühstückstreffen

Zu Zeiten des Kommunismus wurde Gott in Russland für tot erklärt. Das hat sich geändert, seit der Eiserne Vorhang in den Nebel der Geschichte geschoben wurde. Seit diesem Jahr gibt es neben dem jährlichen «National Prayer Breakfast» sogar noch ein zweites Gebetsfrühstück in Moskau.

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Gebetsfrühstück in Moskau
Erbittert verfolgten die Kommunisten die Christen Russlands. Unter ihrer harten Hand wurden zahlreiche Nachfolger Jesu eingekerkert, in die Verbannung geschickt oder umgebracht. Bis 1990 wurden gar Katholiken verfolgt, wie beispielsweise die Untergrundzeitung «Chronik der litauischen katholischen Kirche» dokumentierte; sie erschien von 1972 bis 1990. 

Doch das alles änderte sich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs. Mittlerweile existiert sogar eine «Hillsong»-Gemeinde in Moskau. Und wie soeben durch «Evangelical Focus» bekannt wurde, wurde vor wenigen Wochen ein zweites Gebetsfrühstück im grössten Flächenstaat der Erde ins Rennen – respektive ans Buffet – geschickt.

«Aus allen Ecken Russlands»

Durchgeführt wurde es im «Ukraine Radisson Royal Hotel» in Moskau, mehr als 200 Teilnehmer aus 14 Ländern sowie allen Ecken Russlands waren laut Organisatoren vor Ort. Genannt wird das Treffen «Youth Business Prayer Breakfast», das hauptsächlich von rund einem Dutzend russischer Geschäftsleute und Politiker getragen wird, welche auch zum jährlichen Gebetsfrühstück in Washington D.C. reisen.

Anders als das «normale» russische Gebetsfrühstück, das seit 1995 ebenfalls in Moskau abgehalten wird, wird beim neuen Format ein Schwergewicht auf jüngere Teilnehmer und Laien gelegt. Zu den Mitwirkenden gehört auch der Politiker Alexander Torshin, der lange beim originalen Frühstück mitwirkte.

Spiritualität und Business

Im Zentrum der ersten Ausgabe stand das Thema, ob sich Spiritualität und die Geschäftswelt nicht zuwiderlaufen. Einer der Hauptredner war Putin-Berater Sergey Glazyev, der kritisierte, dass eine wachsende Bürokratie die Geschäftswelt vermehrt einschränkt. Dies geschehe durch staatsnahe Betriebe und würde ein ökonomisches Wachstum verhindern.

Und Doug Burleigh vom «National Prayer Breakfast» aus Washington D.C. sprach von einem Durchbruch in der Beziehung zwischen Russland und den USA, er hoffe auf eine Freundschaft zwischen den Nationen.

In mittlerweile sechzig Ländern wird ein Gebetsfrühstück durchgeführt.

Zum Thema:
Russland nach Terrorangriff: «Wir hören trotzdem nicht auf, das Evangelium weiterzusagen»
10 Jahre «Songline»: Berner Musical-Konzept wird nach Russland exportiert
Kommission für Religionsfreiheit: Russland zum ersten Mal auf der Schwarzen Liste
Christen protestieren: Neues Gesetz in Russland: Keine Evangelisation ausserhalb der Kirche

Datum: 30.07.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Evangelical Focus

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