Neue Zahlen vom BfS

Mehr Hochzeiten und Geburten in der Schweiz

Zoom
Die Zahl der Geburten und Eheschliessungen in der Schweiz ist 2014 angestiegen. Bei den Scheidungen und den Todesfällen ist ein Rückgang auszumachen. Dagegen nimmt die Lebenserwartung zu.

Die Bevölkerung der Schweiz hat im Jahr 2014 mehr Kinder bekommen als im Vorjahr. Auch wurden mehr zivile Ehen geschlossen, während die Anzahl Scheidungen zurückging. Dies geht aus einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BfS) hervor, welche dieses am 2. Juli veröffentlicht hat.

Zwar habe die Anzahl Geburten um 3,1 Prozent auf 85'300 zugenommen, doch sei diese Erhöhung auf das generelle Wachstum der Bevölkerung zurückzuführen. Die zusammengefasste Geburtenziffer pro Frau sei in den letzten Jahren stabil bei 1,5 Kindern pro Frau geblieben, so die Mitteilung weiter. Fast 80 Prozent der 2014 geborenen Kinder kamen im Rahmen einer Ehe zur Welt. Mit gut 20 Prozent ausserehelichen Geburten liegt die Schweiz damit laut BfS im europäischen Vergleich «auf den hinteren Rängen».

Eingetragene Partnerschaften: Mehr Schwule als Lesben

Die Schweizer Bevölkerung zeigte sich letztes Jahr heiratsfreudig: 41'900 zivile Ehen wurden geschlossen, das sind 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei den eingetragenen Partnerschaften ist eine leichte Zunahme um 3,9 Prozent auf 720 Eintragungen zu verzeichnen. Darunter seien mehr Männer- als Frauenpaare, obschon bei den Frauenpaaren ein Anstieg festzustellen sei. Demgegenüber ging die Anzahl Scheidungen um 2,2 Prozent auf 16'700 zurück, womit sich der seit 2006 anhaltende Abwärtstrend auch letztes Jahr hielt. Bei Fortsetzung dieser Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass nur noch zwei von fünf Ehen (40,9%) eines Tages durch eine Scheidung aufgelöst werden. 2006 lag dieser Wert noch bei 52 Prozent.

Lebenserwartung immer höher

Im Jahr 2014 wurden weniger Todesfälle (63 900) registriert als im Vorjahr (-1,6%), und dies, obschon immer mehr Personen ein hohes Alter erreichen und damit ein erhebliches Sterberisiko aufweisen.

Die Lebenserwartung bei der Geburt verlängert sich. Jene der Männer stieg von 80,5 Jahren im Jahr 2013 auf 81 Jahre im Jahr 2014, jene der Frauen von 84,8 Jahren auf 85,2 Jahre. Der Unterschied zwischen der Lebenserwartung von Frauen und Männern verringert sich weiter und betrug 2014 noch 4,2 Jahre – im Jahr 2001 waren es noch 5,7 Jahre.

Zum Thema:
Glücklich verheiratet: Fünf hilfreiche Tipps aus der Bibel
Gut investieren: Sechs goldene Regeln für eine gute Paarbeziehung
41'200 neue Ehen: In der Schweiz wird mehr geheiratet
Falsche Behauptung: Die Mär von den «steigenden Scheidungszahlen»

Datum: 08.07.2015
Autor: Anja Janki
Quelle: Livenet / kath.ch / SSF

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Marsch für das Leben
Als erster regierender Präsident sprach Donald Trump per Videoübertragung zur Protestveranstaltung «Marsch für das Leben». Das Leben sei «das grösste...
Ein Unternehmer setzt sich ein
Oft wird soziales Engagement von Zuwendungen der öffentlichen Hand oder von Spenden abhängig gemacht. Roland Baumann ist überzeugt, als Unternehmer...
Fontis Buchtipp
Das Jahres-Andachtsbuch «Am Ende des Tages» von Bernhard Meuser rundet jeden Tag mit Gebeten und tiefen Texten unterschiedlicher Autoren ab.
Hunger ist gross
Die Serie «The Story of God» ist so erfolgreich, dass nun eine dritte Staffel folgt, durch die wiederum Morgan Freeman führen wird. Wieder reist er...

Werbung

Kommentar

Landes- und Freikirchen: Gleiche Wurzeln, gleiche Hoffnung
Das Bedürfnis von Repräsentanten der Landes und Freikirchen, sich voneinander abzugrenzen, hat...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

Kursbeginn im Februar 2018 in Zürich und Bern, jetzt anmelden!

Livenet Service