„The Traveler“: Christliche Science-Fiction mit sprudelnder Kreativität

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Die heile Welt des Planeten Piral steht vor dem Bürgerkrieg: die Herrscherhäuser der westlichen Provinzen rebellieren gegen den Selanischen Orden. Intrigen und Verrat ziehen sich bis in die höchsten Kreise. Inmitten der Wirren taucht ein Fremder auf, der seinen Namen und seine Herkunft verschweigt, aber die Friedensbemühungen des Ordens zu unterstützen scheint.

Die Bevölkerung sieht in Vilam, wie er von allen genannt wird, den lange versprochenen „Traveler“, der dem Planeten Frieden bringen wird. Doch der Reisende, erschüttert von einer tiefen Glaubenskrise, ignoriert die an ihn gerichteten Erwartungen – und erfüllt ungewollt sämtliche Prophetien, die laut den alten Schriften den „Traveler“ ausweisen werden.

Wie Tolkien und C.S. Lewis

Das Erstlingswerk des amerikanisch-schweizerischen Autors Peter Krausche ist kein „christliches“ Buch im traditionellen Sinne. Vielmehr ist es – in der geistigen Tradition eines Tolkien oder C.S. Lewis – der Science-Fiction-Roman eines gläubigen Christen. Ähnlich wie bei Lewis’ Weltraumtrilogie hat der Planet Piral einen festen Platz in der Schöpfungsordnung des

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Peter Krausche
Universums, und die Geschichte spielt nicht nur in einer fernen Galaxie, sondern (während dem fast 50-seitigen „Auftakt“) auch auf der Erde.

Was diese einleitende Handlung in einer amerikanischen Kleinstadt mit den Geschehnissen auf Piral zu tun hat, lässt sich auch am Ende des Buches höchstens erahnen. Und das ist beabsichtigt: „The Traveler“ bildet nämlich nur den ersten Teil einer Geschichte, die bis zum Schluss sieben Bände umfassen wird.

Technische Raffinessen

Obwohl der Start von Band eins nur zögerlich verläuft und die ersten paar Seiten dem Leser einiges an Durchhaltewillen abverlangen, lohnt sich der Aufwand. Nach dem „Auftakt“ und den ersten Kapiteln kommt das Buch allmählich in Fahrt und steuert bald – mit mehreren parallelen Erzählsträngen – von einem erzählerischen Paukenschlag zum nächsten.

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Fast nebenbei kommt der Leser in den Genuss von Krausches wohldurchdachtem technischen Einfallsreichtum, der den Leser immer wieder zum Staunen bringt. Seine Beschreibung des „Prinzips von Empfinden und Induktion“ etwa, das nicht nur die Verwandlung von Materie, sondern (bei weiterer Entwicklung) auch eine Überwindung des Raum-Zeit-Kontinuums ermöglicht, wirkt absolut glaubwürdig und plausibel. Auch seine Schilderung des „Prophetenbogens“, dem man neben seiner Funktion als Waffe mit etwas Geschick eine ein- und auszoombare 3D-Hologrammkarte entlocken kann, ist ein wahres Feuerwerk kreativen Denkens.

Lust auf mehr

Dagegeb bleibt die Hauptfigur Vilam über weite Teile der Geschichte schemenhaft und ohne echte Persönlichkeit. Dass die restlichen Protagonisten (im Gegensatz zu den Gewohnheiten des Genres) mehrheitlich weiblich sind, ist zwar ein erfreuliches Detail, doch auch sie bleiben mit ihren sanften Stimmen und dem höflichen Benehmen oft eindimensional. Höchstens wenn einmal die Federn fliegen, werden die Charaktere lebendig, doch das geschieht höchst selten.

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Alles in allem ist „The Traveler“ ein solides Erstlingswerk, das zwar noch Kinderkrankheiten aufweist, aber Lust auf mehr macht. Das Buch ist erst auf Englisch erhältlich – die Übersetzung ins Deutsche sollte man dem Autor jedoch gönnen!

The Traveler: Book One von Peter Krausche
Taschenbuch / Sprache Englisch
ISBN: 09747 19072
Preis: ca. CHF 20,25

Weitere Informationen: www.peterkrausche.com

Datum: 15.09.2005

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