Daimler forscht in Israel

«Israel ist das Land mit dem weltweit viertgrössten Talentpool»

Vor wenigen Tagen reiste Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche nach Tel Aviv. Dort weihte er das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns ein und erklärte seine Zukunftsvision des Verkehrs. Er sprach von elektrischen Wagen, «die in automatisierten Flotten von Robo-Taxis» unterwegs sein werden.

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Der Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche betreibt nun Forschung in Israel.
Laut der «Stuttgarter Zeitung» schliesst sich Daimler damit «mehr als 300 multinationalen Unternehmen an, welche von der IT-Kompetenz und dem Start-up-Geist im Land profitieren wollen». 25 Mitarbeiter sind im neuen Zentrum von Daimler in Tel Aviv angestellt. Sie helfen dem Gesamtunternehmen, neue Benutzerschnittstellen für seine Fahrzeuge zu entwickeln. Das israelische Büro wird Daimler zudem dabei unterstützen, mit israelischen Wissenschaftlern und anderen Technologie-Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Gleich nach USA, China und Indien

Künftig will Daimler mit lokalen Startups an digitalen Fahrzeugtechnologien zusammenarbeiten, zum Beispiel was biometrische Authentifizierung und Navigation betrifft. Laut Dieter Zetsche gehört Israel zu den führenden Ländern bei Innovationen wie Digitalisierung, Mobilitätsdienstleistungen und Computerisierung. «Das Land verfügt über einen der vier grössten Talentpools der Welt.» Die «Stuttgarter Zeitung»: «Zetsche reihte das Land, das mit 8,5 Millionen Menschen weniger Einwohner hat als Baden-Württemberg, damit direkt hinter die USA, China und Indien ein.»

«Höchste Startup-Dichte»

«Das ist das Land mit der höchsten Dichte an Startups», bilanzierte Zetsche. «Technologie ist der Name des Spiels hier in Israel, besonders wenn es um digitale Technologien geht – und dahin geht die Autoindustrie.»

Daimler ist längst nicht der erste Automobil-Hersteller, der im Heiligen Land eine Entwicklungsstätte eröffnet. Das deutsche Unternehmen folgt damit unter anderem Hyundai, Renault-Nissan, Seat und Skoda. Und General Motors forscht seit 2008 im Land, mit mittlerweile mehr als 100 Mitarbeitern.

«Robo-Taxis verändern Metropole»

Neben der Industrie veränderte die Technologie auch die Infrastruktur von Städten. «Autos werden eigentlich Mitglieder des Internets und Algorithmen. Vorhersageanalysen und künstliche Intelligenz werden dafür sorgen, dass sich unsere Autos zum Beispiel wie Schwärme bewegen», blickte Dieter Zetsche nach vorn. Zudem würden sie von Strom angetrieben. «Diese intelligenten Fahrzeuge werden im Voraus wissen, wo die nächste Bestellung eines Taxis geschieht. Sie werden bereits eine Fahrzeugflotte bereitstellen, um die Bedürfnisse der Kunden so effektiv und schnell wie möglich bedienen zu können.» Diese Robo-Taxis würden doppelt so viele Menschen wie heute mit der gleichen Anzahl Wagen befördern. Das werde die Metropol-Landschaften völlig verändern.

Zum Thema:
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Datum: 24.11.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Israel heute / Stuttgarter Zeitung / Times of Israel

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