Ho Chi Minh City

Vietnam: Kirchen und christliches Business blühen

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Noch vor acht Jahren war Ho Chi Minh City eine Stadt, in der es kaum Autos gab. Heute wird allerorten gebaut, und der Verkehr erstickt fast die Strassen. Aber auch die christliche Gemeinde wächst.

Tausende von Christen aus über 50 (!) Denominationen besuchten die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der protestantischen Reformation, die kürzlich in Ho Chi Minh City, dem früheren Saigon, der grössten Stadt der Sozialistischen Republik Vietnam, abgehalten wurde.

Für Pastor Daniel Pham von der «United Gospel Outreach Church» war der Anlass sehr erfolgreich, denn er «demonstrierte die Einheit unter vielen verschiedenen Kirchen». Er sei auch ein Zeugnis für die wachsende Zahl von Vietnamesen gewesen, die in den letzten Jahren Christen geworden sind – trotz Druckversuchen vom Staat, der die Kontrolle auch über Kirchen behalten möchte. Vor allem kleine unabhängige Hausgemeinden leiden darunter, wenn sie sich nicht registrieren lassen wollen. Aber Pastor Pham hält fest: «Der christliche Glaube verändert das Leben von Menschen, und andere sehen das. Ein weiterer Faktor ist, dass die Kirche sich heute mehr in der Gesellschaft und am Ort engagiert.»

Auch christliches Business blüht

Ein Beispiel, wie auch christliche Geschäfte und Firmen blühen und ihren Profit mit örtlichen Gemeinden teilen, ist der Kaffeeshop Cafe Fresco. Er gehört einem erfolgreichen christlichen Geschäftsmann. Manager George Vo erzählt, wie das Geschäft wuchs, nachdem der Besitzer es Gott geweiht hatte. Er hatte mit fünf mobilen Kaffeebars begonnen, mit denen er auf den Strassen Kaffee verkaufte. «Als er Erfolg hatte, beschloss der Besitzer, einen Laden zu bauen, damit mehr Leute unseren Kaffee geniessen können. Aber er verpflichtete sich auch, allen Netto-Profit für das Wachstum des Reiches Gottes  zu spenden», erzählte Vo dem Sender CBN News. «Und Gott segnete Cafe Fresco umso mehr. Wir konnten einen neuen Laden eröffnen, und Gott segnet nicht nur das Geschäft, sondern auch unser Leben.»

Was ein Leiter bewirkt

Die Aufforderung, sein Leben so für das Reich Gottes hinzugeben, wurde von einem der christlichen Schlüsselleiter des Landes am Reformationsjubiläum eindrücklich unterstrichen. Dr. Duc Nguyen hat sein ganzes Leben der Einheit der Christen in Vietnam und überall auf der Welt gewidmet. Nach seinen Worten ist es wichtig, dass Christen einander lieben, damit Menschen es leichter haben, an das Evangelium zu glauben. Seine Botschaft hatte allerdings eine viel grössere Wirkung auf die Christen in Vietnam, als Dr. Nguyen zwei Tage nach dem Reformationsjubiläum an einem plötzlichen Herzanfall starb. «Er war glücklich, weil es sein Traum war, dass die Kirche Einheit erlebt», kommentierte Pastor Pham, der Organisator des Jubiläums. «Viele Menschen sagen jetzt 'Ich möchte so leben wie er'. Sein Leben war sinnvoll und erfüllt, und er konnte diese Konferenz erleben, bevor er zum Herrn ging.»

Zum Thema:
G.O.D. in Asien und Ozeanien: Trotz Extremismus: Das Evangelium lässt sich nicht aufhalten
Vietnam: Die Untergrundgemeinde wächst
Starker Druck auf Christen: Vietnam: 108 Pastoren eingekerkert – Vergiftung droht

Datum: 13.11.2017
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet / CBN News

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