«Von Gott überfallen»

Wie ein stolzer muslimischer Geschäftsmann zum Pastor wurde

«Nichts auf dieser Erde kann mich dazu bringen, Christ zu werden.» Davon war der überzeugte Muslim  überzeugt. Als der in Pakistan geborene Geschäftsmann zu einer Konferenz eingeladen wird, begegnet er mit einem Mal dem wahren Gott – und wird von Grund auf verändert. Hier erzählt er seine Geschichte.

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Faisal Malick
Ich bin als strenggläubiger Sunniten-Muslim in Pakistan aufgewachsen. Im Islam wird gelehrt, dass die Bibel verändert wurde und nicht korrekt ist. Muslime glauben, dass Jesus nichts weiter als ein Prophet ist und dass die Christen ihn zum Gott gemacht haben. Deshalb ist es für einen Muslim die grösste Sünde, wenn er bezeugt, dass Jesus Gottes Sohn ist.

Diskussionen über Jesus

Später zog ich in die USA, um eine gute Bildung zu bekommen und meine Familie stolz zu machen. Ich tauchte in die Geschäftswelt ein. Einige Unternehmer in meinem Umfeld waren Christen und glaubten an Jesus. Wir hatten heftige Diskussionen. Aber der einzige Heftige war ich. Ich fragte sie: «Wie könnt ihr glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist? Das ist gotteslästerlich… Ihr solltet Muslime werden und an den Koran glauben!» So liefen unsere Gespräche ab.

Die Einladung

Einer meiner Freunde lud mich in seine Gemeinde ein. Und ich antwortete: «Ich bin Muslim, ich gehe nicht zur Kirche…» Aber er liess nicht locker und lud mich zu einer Geschäftskonferenz in den USA ein (ich lebte mittlerweile in Kanada), auf der sehr erfolgreiche Unternehmer sprechen würden. Also ging ich hin. Die Konferenz war interessant, viele Leute sprachen darüber, wie man im Leben erfolgreich sein kann – und dann hiess es, dass am Sonntagmorgen die Konferenz für ein paar Stunden unterbrochen würde und man einen christlichen Gottesdienst abhalten würde. Ich hatte keine Ahnung, was das war. Doch meine Freunde sagten mir, dass weder ein Pastor noch ein Priester predigen würde, sondern einfach ein Geschäftsmann. So schlimm konnte das ja nicht sein, dachte ich mir… Dazu boten sie mir an, dass ich den Sitz in den ersten Reihen, den ich im Gottesdienst erhalten würde, für den Rest der Konferenz behalten durfte. Und das gefiel mir!

«Jesus ist Gottes Sohn»?

Als ich am Sonntagmorgen in den Veranstaltungsraum kam, waren die ersten 30 bis 40 Stuhlreihen entfernt worden. Als ich nachfragte, antwortete man mir: «Etwas wird hier passieren!» Total neugierig setzte ich mich hin. Der Geschäftsmann kam nach vorne und das erste, was er sagte, war: «Jesus ist der Sohn Gottes! … Es gibt nur zwei Bücher, die behaupten, Gottes Wort zu sein. Die Bibel ist Gottes Wort – das andere Buch nicht!» Ich war mir sicher, dass er über den Koran sprach, und wurde wütend. Mir war klar: Ich muss diesen verirrten Mann konfrontieren und ihm die Wahrheit erklären.

Dann lud der Sprecher die Menschen zu ihm nach vorne ein – das war meine Chance! Ich lief so schnell ich konnte nach vorne. Aber zeitgleich standen weitere 2'000 oder 3'000 Menschen aus dem Publikum auf und kamen ebenfalls nach vorne. Menschen begannen zu weinen, ich wusste nicht, was los war und wollte weg – aber ich konnte nicht. Ich war dort vorne eingequetscht. Als ich dem Sprecher ins Gesicht sah, konnte ich Tränen in seinen Augen sehen. Er forderte alle auf, ihm ein Gebet nachzusprechen, doch es begann mit den Worten: «Jesus ist der Sohn Gottes.» Das konnte ich nicht nachsprechen! Also sprach ich leise das muslimische Glaubensbekenntnis.

Nach und nach gingen die Leute wieder zurück an ihre Plätze. Ein christliches Ehepaar kam auf mich zu, drückte mich fest und sagte: «Herzlichen Glückwunsch!» «Wofür?», fragte ich entgeistert. «Na, Sie sind gerade Christ geworden!» Ich war völlig schockiert und sagte nur: «Nein, ich bin Muslim – die Erde kann beben, die Berge können sich bewegen, aber es gibt nichts auf dieser Welt, das mich dazu bringt zu bekennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist!»

Begegnung mit Gott

Bei einer zweiten und dritten Konferenz für Geschäftsmänner merkte ich, dass immer dasselbe passiert; christliche Geschäftsmänner nutzen diese Plattform, um Menschen für Jesus zu gewinnen. Dasselbe wollte ich auch tun, aber für den Islam. In der dritten Konferenz stand ich auf, um zu überlegen, wie ich das anstellen konnte. Da passierte es: Ich begegnete dem lebendigen Gott. Seine Gegenwart war in mir, um mich herum, als ob ich alleine mit Gott wäre. Ich fühlte mich, als würde ich von ihm überfallen.

Ich hatte jede Menge Fragen: Was war geschehen? Wie konnte es sein, dass Gott hier war, wo doch diese Christen gegen Gott lästerten? Dann hörte ich eine Stimme, die dreimal sagte: «Nein, dies sind meine Kinder!» Während ich diese Worte hörte, war ich vom tiefsten Inneren her überzeugt davon, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Alles, was ich von klein auf über den Islam gelernt hatte, verblasste vor der Überzeugung: Jesus ist der Sohn Gottes! Und mit dieser Überzeugung ging ich nach vorne und bat Jesus: «Nimm mein hartes, kaltes Herz und schenke mir ein neues Herz, damit ich den Vater so lieben kann wie du.»

Von dem Moment an war ich wie verändert. Etwas geschah in mir drin und ich wurde zu einem neuen Menschen. So ist Gott: Wenn Sie ihm begegnen, dann verändert er Ihr Leben. Unser Gott ist real!

Heute ist Faisal Malick Pastor in Kanada. Gemeinsam mit seiner Frau Sabina bringt er Muslimen durch ein Fernsehprogramm und verschiedene Bücher Gottes Liebe nahe.

 

Zum Thema:
Ex-Muslim Ibrahim: Auf der Suche nach Antworten
Ex-Muslim Mohammed: «Dank einem Imam fand ich zu Christus»
Mission im Unternehmen: Christliche Geschäftsmänner drücken die Schulbank

Datum: 29.09.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Youtube.com

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