Jesus möglicher Geburtsort wird restauriert
Die Grotte ist Teil der Geburtskirche in Bethlehem, die unter der gemeinsamen Verwaltung und dem gemeinsamen Besitz von gleich mehreren Konfessionen steht. Die griechisch-orthodoxe, die römisch-katholische, die armenisch-apostolische, die koptisch-orthodoxe und die syrisch-orthodoxe Kirche sind in der Kirche vertreten.
Die Restaurierungsarbeiten werden in erster Linie vom griechisch-orthodoxen Patriarchat von Jerusalem und vom armenisch-orthodoxen Patriarchat geleitet, dies in Zusammenarbeit mit der palästinensischen Autonomie-Behörde.
Italienisches Unternehmen ist federführend
Die Arbeiten werden von einem italienischen Unternehmen ausgeführt, das kürzlich bereits die Geburtsbasilika restauriert hat.
In einer Erklärung teilten das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem und die katholische Ordensgemeinschaft «Kustodie des Heiligen Landes» – die zur Betreuung der Pilger im Heiligen Land und zur Erhaltung der heiligen Stätten gegründet wurde – mit, dass die Beauftragung desselben Unternehmens «Kontinuität in Methode, handwerklicher Ausführung und künstlerischer Sensibilität gegenüber einer Stätte von unvergleichlicher heiliger Symbolkraft» gewährleiste.
Die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt sind bereits abgeschlossen. In der Erklärung heisst es weiter, die Restaurierung stehe für das Bemühen, den Glauben, das Gedächtnis und die Verehrung Jesu im Land seiner Geburt zu bewahren.
«Den Geburtsort verehren»
«Dieses Projekt verkörpert das gemeinsame christliche Engagement, das spirituelle, historische und kulturelle Erbe der Heiligen Grotte für kommende Generationen zu bewahren und die Würde eines Ortes zu wahren, an dem die christliche Verkündigung sichtbare Gestalt angenommen hat und an dem sich über die Jahrhunderte hinweg Gläubige aller Nationen zur Pilgerschaft versammelt haben», heisst es weiter.
«Durch dieses gemeinsame Vorgehen schützen die Kirchen von Jerusalem das ihnen anvertraute Erbe des Evangeliums und stellen sicher, dass Gläubige aller Traditionen den Geburtsort Christi weiterhin in Ehrfurcht verehren können. Von Bethlehem aus erleuchtet das Licht der Geburt Christi weiterhin die Welt und bezeugt die dauerhafte christliche Präsenz im Heiligen Land sowie die Hoffnung, die aus der heiligen Grotte ausstrahlt, in der der Erlöser geboren wurde.»
Kommentar: Es geht um Jesus, nicht um Staub und Stein
So spannend und interessant dieser (mögliche) Standort der Geburt Jesu ist: Im Zentrum des christlichen Glaubens steht letztlich nicht der Ort, sondern die Person Jesus. Christen sind nicht an einen geografischen Punkt gebunden und es geht auch nicht darum, einen solchen zu verehren. Im Gegenteil: Es geht um den, der dort geboren wurde – und er wohnt nicht in Stein und Mauern, sondern in den Herzen der Gläubigen.
Die Geburtsgrotte kann aber eine Einladung sein, sich auf das Wesentliche zu besinnen: auf Christus, der nicht nur einst geboren wurde, sondern der gegenwärtig ist und der eine Beziehung mit dir haben will. Ist das nicht ein Angebot, an dem man nicht vorbeikommen kann? Die höchste Autorität des Universums will eine persönliche Beziehung mit dir haben. Alle Details finden sich in der Bibel.
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Datum: 04.02.2026
Autor:
Christian Today / Daniel Gerber
Quelle:
Christian Today / ergänzte Übersetzung: Livenet