Keine Tränen mehr vor Götzen

«Ich war Hindu, bis ich der Liebe Jesu begegnete»

Sie erfuhr was bedingungslose Liebe bedeutet (Symbolbild)
Aufgewachsen in einer traditionellen hinduistischen Familie, erlebte Sourabhi Sircar früh religiöse Rituale und Feste. Doch Enttäuschung und innere Leere führten sie auf eine Suche, die ihren Glauben und ihr Leben grundlegend veränderte.

«Ich wuchs in einem traditionellen indischen hinduistischen Haushalt auf. Als Bengalin waren Feste wie Durga Puja ein freudiger Teil meiner Kindheit», erinnert sich Sourabhi Sircar. «Als ich älter wurde, wurde mein Glaube zunehmend transaktional, und ich glaubte, dass Weinen und Flehen vor Götzen meine Bedürfnisse erfüllen würden.»

Im Jahr 2006 funktionierte diese Formel aus Weinen und Bitten vor Götzen aber nicht mehr. «Ich wünschte mir eine Zulassung zu einer Universität, doch es klappte nicht, und mein Glaube brach zusammen. Ich war wütend und enttäuscht und wandte mich infolgedessen von den Götzen wie Shiva, Durga und anderen in meinem Zuhause ab.»

Die Freude geht verloren

2008 schloss sie ihren Master in Statistik ab. «Es war das Jahr der globalen Rezession, und zugleich erlebte ich eine Trennung.» Sie hatte Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden. «Schliesslich nahm ich eine schlecht bezahlte Stelle an, wurde stark karriereorientiert und verlor meine frühere Freude.»

Eines Tages, auf dem Heimweg von der Arbeit, las sie das Buch «A Walk to Remember», das ihr eine Kollegin geliehen hatte. «Dieses Buch nimmt einen besonderen Platz in meinem Herzen ein, denn dadurch hörte ich den Herrn zum ersten Mal zu mir sprechen. Ich las darin die Worte, in denen die weibliche Hauptfigur Jamie Sullivan ihrem Freund Landon ihr Verständnis von Liebe erklärte.»

Tiefe Worte über die Liebe

Gemeint ist ein Auszug aus dem Hohelied der Liebe in der Bibel, in 1. Korinther Kapitel 13, in den Versen 4 bis 8. Dort steht: «Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand. Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben.»

Sourabhi Sircar erinnert sich: «Diese Bibelverse bewegten mich tief, und ich spürte, wie mein verhärtetes Herz zu erweichen begann. Die Worte ‘Die Liebe hört niemals auf’ hallten in meinem Herzen wider, und ich begann mich zu fragen, welche Art von Liebe niemals versagt und wer sie schenken kann. Obwohl die weibliche Figur am Ende stirbt, hinterlässt ihr Glaube einen bleibenden Eindruck bei Landon und verwandelt ihn in einen anderen Menschen. Eine solche Liebe war für mich damals kaum vorstellbar»

«… dann bin ich wieder offen!»

Sourabhi Sircar Halder

Sourabhi Sircar war tief bewegt. «Ich erinnere mich, dass ich am Ende sagte: ‘Wenn diese Liebe existiert, dann bin ich jetzt wieder offen für eine solche Liebe!’ Heute weiss ich, dass es der Herr war, der mich rief, und dass sich meine Herzenstür für ihn öffnete. In der Bibel, in Jeremia Kapitel 33, Vers 3 heisst es: 'Rufe zu mir, dann will ich dir antworten und dir grosse und geheimnisvolle Dinge zeigen, von denen du nichts weisst!'»

Als ihre eine Kollegin im Jahr 2011 das Evangelium erklärte, «glaubte ich alles wie ein Kind, als hätte mein Herz genau auf diese gute Nachricht gewartet, und ich nahm Jesus als meinen Retter an. Als ich meinen Glauben mit meiner Familie teilte, überraschte Gott mich: Beide Eltern nahmen ihn an und begannen nach und nach, die Wahrheit anzunehmen, besonders meine Mutter, die seitdem tief in Christus gewachsen ist.»

Das Wachstum beginnt

Sourabhi Sircar erinnert sich: «Da wir nicht aus einem christlichen Hintergrund stammten, geschah die Veränderung nicht über Nacht. Wir hatten Mühe, die Bibel zu verstehen, und rangen mit tief verwurzelten Überzeugungen, Stolz und sogar falschen Lehren. Wir waren nicht von irgendwelchen Geistern besessen, trugen jedoch weltliche Denkweisen in uns, die unser Leben beeinflussten und die es auch heute noch behindern können.»

Dennoch ist sie unbesorgt, denn niemand ist vollkommen ausser Jesus. «Während wir weiter mit dem Herrn gehen, erneuert er uns treu und verwandelt uns in sein Ebenbild.»

Heute arbeitet sie als Freelancerin und ist glücklich verheiratet. «Ich habe mich selbst wiedergefunden und dies stärker und besser als je zuvor. Ich weiss, dass ich nicht weinen und betteln muss vor Gott, wie ich es einst vor den Götzen tat. Seine Verheissungen sind in Christus bereits ‘Ja und Amen’, eine Wahrheit, die ich nach und nach lernte, als ich mein altes Leben hinter mir liess und mich entschied, mit ihm zu gehen.»

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Datum: 27.01.2026
Autor: Sourabhi Sircar / Daniel Gerber
Quelle: Woman Alive / Übersetzung: Livenet

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