Tim Allen hat Bibel komplett durchgelesen
Tim Allen teilte auf der Social-Media-Plattform «X» mit, er habe die gesamte Bibel nach einer «13-monatigen Wort-für-Wort-, Seite-für-Seite-Reise ohne Überfliegen» durchgelesen.
Er hielt fest: «Demütig, erleuchtet und erstaunt über das, was ich gelesen und gelernt habe. Ich werde mich ausruhen und über so vieles meditieren. Ich werde erneut damit beginnen.»
Der Beitrag ist die jüngste öffentliche Reflexion dessen, was Tim Allen als eine mehrjährige spirituelle Reise beschreibt, die ein anhaltendes Studium der Heiligen Schrift und ein erneuertes Interesse am frühen Christentum umfasst.
Von Paulus begeistert
Im vergangenen Monat sprach Tim Allen mit dem Komiker und politischen Kommentator Bill Maher in dessen Podcast «Club Random» über seine sich wandelnden Ansichten zu Glauben und Theologie.
In diesem Austausch sagte Allen, seine jüngsten Studien hätten ihn tief in die Schriften des Apostels Paulus geführt, insbesondere in dessen Lehren über Gesetz, Sünde und die menschliche Natur.
«Paulus sagte etwas sehr Intuitives, das ich immer noch studiere», so Tim Allen, wie «beliefnet.com» berichtet. Er erklärte, dass Paulus’ Auffassung des Gesetzes als Mittel zur Offenlegung der Sünde – und nicht zu deren Beseitigung – seine eigenen Annahmen infrage gestellt habe, die er lange nach seinem Philosophiestudium am College vertreten habe.
«Philosophie kann eigentlich nichts erklären»
Tim Allen stellte des Weiteren seine Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift seiner früheren intensiven Beschäftigung mit der Philosophie gegenüber, die ihn letztlich unzufrieden zurückgelassen habe. «Die Philosophie dreht sich im Kreis. Sie kann eigentlich nichts erklären.»
Während des Podcasts erinnerte sich Tim Allen ausserdem auch an einen Besuch in Jerusalem und an Begegnungen mit biblischen Stätten, die mit Jesus in Verbindung stehen. Er beschreibt dies als eine Erfahrung, die die Evangelien für ihn historisch greifbar und nicht abstrakt erscheinen liess. Überdies kehrte Tim Allen wiederholt zu der dramatischen Bekehrung des Paulus zurück – vom Verfolger der Christen zum Missionar – als ein überzeugendes Beispiel persönlicher Wandlung.
«Was für ein Schatz!»
Bei früherer Gelegenheit berichtete Tim Allen: «Nach fast einem Jahr habe ich das gesamte Alte Testament abgeschlossen, und das erneute, fokussierte Lesen ohne Abschweifungen war eine demütigende, überwältigende Erfahrung. Was für ein Schatz», so der heute 72-jährige «Hör mal, wer da hämmert»-Star.
Und bereits früher – im Laufe seiner Beschäftigung mit dem Alten Testament – gab er einen ermutigenden Einblick in seine Bibellektüre: «Ich lese die komplette Bibel und habe gerade das doch recht intensive Buch Hesekiel abgeschlossen und bin jetzt bei Daniel. Die Herausforderung beim Lesen dieses Buches liegt darin, wie ich die Worte des Ewigen in das Vergängliche übersetze.»
Als Zyniker Wende im Gefängnis erlebt
Vor mehr als zehn Jahren erzählte Tim Allen, dass er begann, Gott und den Glauben zu hinterfragen, nachdem sein Vater von einem betrunkenen Autofahrer getötet wurde – damals war er erst elf Jahre alt. Etwas mehr als zehn Jahre später wurde er im Jahr 1978 wegen Drogenhandels verhaftet und verbrachte nach einem Schuldeingeständnis über zwei Jahre im Gefängnis.
Obwohl er zuvor die Kirche besucht hatte, mochte er die Vorstellung von Gott nicht, in Glaubensfragen sei er «ständig ein Zyniker» gewesen. Doch nach seiner Verhaftung begann sich seine Einstellung zu ändern.
Mehr als 60 Jahre gerungen
«Ich habe mehr als 60 Jahre damit gerungen, dem Mann zu vergeben, der meinen Vater getötet hat», schrieb Tim Allen bereits im vergangenen Jahr. «Heute schreibe ich diese Worte: ‘Ich vergebe dem Mann, der meinen Vater getötet hat.’ Friede sei mit euch allen.» Auslöser war Erika Kirks ergreifender Moment der Vergebung bei der Trauerfeier für ihren Ehemann.
Tim Allen schrieb auf «X», er sei tief bewegt gewesen von Erika Kirks Ansprache, die dem Attentäter vergab, der ihren Mann Charlie Kirk erschossen hatte. Allens Post wiederum inspirierte andere. Jemand schrieb: «Ich habe 42 Jahre damit gekämpft, dem Mann zu vergeben, der meine Grossmutter getötet hat. Jetzt tippe ich mit Tränen in den Augen: ‘Ich vergebe dem Mann, der meine Grossmutter getötet hat.’ Friede sei mit dir.»
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