Wiege der Menschheit geschützt

Garten Eden ist jetzt Weltkulturerbe

Eine Gegend, in der manche den biblischen Garten Eden aus dem Buch Genesis lokalisieren, ist von der Unesco jetzt ins Weltkulturerbe aufgenommen worden. Die Sumpfgebiete Ahwar im südlichen Irak werden von der Unesco als «einzigartig» beschrieben.

Zoom
Die Sumpfgebiete Ahwar
Als «einzigartig und eines der weltweist grössten Delta-Systeme in einer extrem heissen und dürren Gegend», beschreibt die «Unesco» diese Landschaft. Vor den Zeiten Saddam Husseins waren das Moorgebiet deutlich grösser, der irakische Herrscher liess jedoch einen Teil davon austrocknen, aus Furcht, dass Rebellen dort Schutz finden würden.

Laut der Zeitung «The Atlantic» hat sich das Naturgebiet seither teils erholt und durch die Ernennung zum Weltkulturerbe erhofft sich die Unesco zusätzlichen Schutz.

Sieben besondere Stellen

Das Gebiet umfasst sieben besondere Stellen, vier sind Sumpflandschaften und drei davon sind historisch und gehen in biblische Zeiten zurück. Die Unesco berichtet: «Die archäologischen Städte sind jene von Uruk, Ur und Eridu.» Es handelt sich um Städte der Sumerer und Siedlungen, die im südlichen Mesopotamien im vierten und dritten Jahrtausend vor Christus errichtet wurden. Aus Ur stammte der biblische Patriarch Abraham und sein Bruder Haran.

In der Fachwelt werden verschiedene Lokalitäten als Standort des einstigen Garten Edens diskutiert. Viele favorisieren die jetzt von der Unesco gelistete Landschaft im südlichen Irak. Deshalb titelt selbst die säkulare Presse, darunter «The Atlantic»: «Jetzt ist der Garten Eden Weltkulturerbe.»

Premier freut sich

Der irakische Premier Haider al-Abadi lobte den Unesco-Entscheid. Er wünsche sich, dass die irakische Kultur floriere, «trotz der Zerstörung des irakischen Erbes und unserer Antiquitäten durch barbarische Terror-Gangs.» Namentlich der Islamische Staat habe mehrere Weltkulturerben im Land zerstört, darunter die antike Festungsstadt Batra im Norden.

Unesco-Direktorin Irina Bokova beschuldigte bereits 2015 den IS und andere militante Gruppen der «kulturellen Säuberung durch die systematische Zerstörung wichtiger historischer Plätze.»

Zum Thema:
Chinesische Schriftzeichen: Die Zeichen für «Segen» und «Glück» wurzeln im Garten Eden
Unesco-Feier in Paris: Jesus-Taufstelle ist nun Weltkulturerbe
Bauen in Bethlehem: Christen und Muslime renovieren gemeinsam Kirche
«Wir stehen wieder auf!»: Letzter Ort mit Jesu Sprache erhebt sich aus den Trümmern

Datum: 26.07.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Today

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Bühne frei für Gott
39 Frei- und Landeskirchen haben sich zusammengeschlossen, um Gott professionell und zeitgemäß auf die große Bühne zu bringen. Drei Lebensgeschichten, verpackt in faszinierende Musicals, kombiniert mit Inputs von Life on Stage Redner Gabriel Häsler.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Historische Schriften bestätigt
Kürzlich wurden in Jerusalems acht Steinschichten der Klagemauer, die unter einer acht Meter tiefen Schicht Erde begraben waren, und eine Theater-...
Revolution auf der Strasse
In Tel Aviv baut das israelische Unternehmen «ElectRoad» eine Spur für elektrisch angetriebene Busse. Die Akkus dieser öffentlichen Verkehrsmittel...
Umfrage zu Stresssituation
Terrorismus und die politische Stimmung empfinden viele Menschen als bedrohlich, insbesondere in den USA – dies bestätigte eine Studie. Doch laut...
Wende im Grand-Canyon-Fall?
Lange war dem Geologen Andrew Snelling verweigert worden, im Grand Canyon in den USA zu forschen. Die Verwaltung des Nationalparks wollte in seiner...

Werbung

RATGEBER

In die Beziehung investieren Fünf einfache Tipps, die viel bewegen
«Ehe ist Arbeit» – das bekommen Paare oft zu hören. Doch die Floskel wirkt für manche entmutigend....

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

20.+21. Oktober | 8 - 18 Uhr | Livenet-Büro
27.-29.10.2017 | Eulachhallen, Winterthur
Samstag, 28.10.2017 in Zofingen

Livenet Service