„Spott ergiesst sich über den Kreationismus“

In einer Hinsicht würden sich die in letzter Zeit Artikel über den Kreationismus ähneln, sie seien sehr spöttisch abgefasst. Menschen, die an Gottes Schöpfung glauben, würden „sehr rückständig“ dargestellt.

„Teilweise strotzen diese Artikel nur so von hämischem Zynismus und so frage ich mich, weshalb es vielen Medienschaffenden anscheinend nicht möglich ist, ihre Berichterstattung über den Kreationismus sachlich zu verfassen“, wundert sich Gian Luca Carigiet, von der Vereinigung „ProGenesis“.

„ProGenesis“ ist ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, dass die Evolutionslehre nach wie vor eine unbewiesene Theorie sei. Webseite: www.progenesis.ch/

Wenn man beispielsweise den Bericht von Axel Bojanowski in der Zeitung "Welt" vom 2. Februar 2005 lese, so Carigiet weiter, stelle man ausserdem fest, dass dem Autor die sachlichen Argumente und teilweise auch die fachliche Kenntnis fehlen würden.

Ungereimtheiten

„Wenn man diesen Artikel nach Fakten oder Argumenten für die Evolutionslehre untersucht, die der Autor so vehement vertritt, findet man kein einziges stichhaltiges Argument“, versichert Carigiet. „Die radiometrischen Messmethoden, scheinen das Erdalter von etwa 4.5 Milliarden Jahren zu bestätigen. Was der Autor dem Leser aber vorenthält, ist, dass die Richtigkeit der radiometrischen Messmethoden von einigen Voraussetzungen abhängig ist, denn die Konzentration der Isotope kann sehr exakt gemessen werden, doch sind Isotop-Konzentrationen noch keine Zeitangaben. Um von solchen Messungen Altersangaben abzuleiten zu können, müssten einige Annahmen ganz genau zutreffen. Dazu gehören:

a) Die Isotopenverhältnisse am Anfang (zum Beispiel, dass die Probe am Anfang keine Tochter-Isotope enthielt bzw. dass bekannt ist, wie viel sie von diesem Isotop enthielt).

b) Die Zerfallsrate ist stets konstant geblieben.

c) Die Systeme waren geschlossen oder isoliert, sodass keine Mutter- oder Tochter-Isotope entweichen oder zugefügt werden konnten. Niemand kann mit absoluter Sicherheit die Richtigkeit dieser drei Voraussetzungen festlegen und weil das so ist, stimmen die Zeitangaben, die daraus berechnet werden nur, wenn alle drei Voraussetzungen stimmen.“

Im Weiteren informiere der Autor die Leserschaft nicht darüber, dass es auch nichtradiometrische Messmethoden gebe, bemängelt Carigiet, welche das postulierte Erdalter von 4,5 Milliarden Jahren nicht bestätigen würde. Als Gegenthese führt Carigiet das Buch von Hansruedi Stutz an. In der Veröffentlichung: "Die Millionen fehlen" führt Stutz 11 nichtradiometrische Messmethoden mit der radiometrischen Messmethode auf, die zu völlig unterschiedlichen Altersbestimmungen kommen:

- Salzgehalt der Erde, 62 Millionen Jahre
- Abkühlung der Erdkruste, 50 Millionen Jahre
- Chaos der Planetenbahnen, 10 Millionen Jahre
- Heliumgehalt der Erde, 161000 Jahre
- Fossilien, Sedimentation, 26000 Jahre
- Lebensdauer der Saturnringe, 18000 Jahre
- Mississippidelta, 10000 Jahre
- Bodenbildung, 10000 Jahre
- Nickelgehalt der Meere, 9000 Jahre
- Lebensdauer der Kometen, 9000 Jahre
- Erdbevölkerung, 8000 Jahre

„Einige der nichtradiometrischen Messmethoden bewegen sich bereits im historischen Rahmen von einigen tausend Jahren und keine kommt nur annähernd auf ein Erdalter von 4,5 Milliarden Jahre. Weshalb liest man nie etwas über diese Messresultate? Etwa weil sie das postulierte Erdalter nicht stützen,“ vermutet Carigiet.

Eine Frage des Glaubens

„Nicht jeder, der an einen Schöpfergott glaubt, muss zwingend ein Kreationist sein, aber Kreationismus bedeutet letztlich nichts anderes als "Schöpfungslehre" und die Schöpfungslehre geht davon aus, dass ein Schöpfergott alles was ist erschaffen hat. Letztlich kann die Entstehung der Energie (Materie), des Lebens und des menschlichen Bewusstseins nicht mit wissenschaftlichen Mitteln "bewiesen" werden und deshalb ist es eine Frage des Glaubens, ob man an einen Schöpfergott oder an die Evolution glaubt, so Carigiet.

Die Existenz der Energie, des Lebens und des menschlichen Bewusstseins sei aber ein starkes Argument, das für eine Schöpfung spreche. Eine Alternative zur Schöpfungslehre müsste die Entstehung der Energie, des Lebens und des Bewusstseins schlüssig erklären können. Auf diese Fragen suche man aber in Schulbüchern, Zeitungen und Zeitschriften vergebens nach einer Antwort.

Quelle: ProGenesis

Datum: 20.01.2005

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Menschsein bedeutet, sich von Zeit zu Zeit auf Neues einlassen zu müssen. Für die einen ist das spannend, sie lieben das Abenteuer, das Entdecken und Auskundschaften. Für andere ist es eher anstrengend, sich auf Unbekanntes einzustellen.

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