Kolumbus-Buch wird versteigert

Psalmen waren zweites gedrucktes Buch in Arabisch

Fernando Kolumbus, der Sohn des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus, besass ein Exemplar der ersten mehrsprachigen Edition der Psalmen. Diese Ausgabe war das zweite Buch, welches in arabischer Sprache erhältlich war. Nun wird dieses Exemplar bei einer Auktion in New York versteigert.

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Alte arabische Bibelschrift (Symbolbild)
Der mehrsprachige Psalter war 1516 in Genua gedruckt worden, rund ein Jahrzehnt nach dem Tod von Fernandos Vater. Fernando Kolumbus hinterliess bei einem Vers in Psalm 19 eine zweiseitige Fussnote, in welcher er diesen Bibelabschnitt mit dem Leben seines Vaters in Verbindung brachte.

Der mehrsprachige Psalter war das zweite Buch, das in arabischer Sprache gedruckt worden war. Diese Edition enthielt zudem parallel die Übersetzungen in Hebräisch, Aramäisch, Latein sowie Griechisch. Das erste Buch in arabischer Sprache war im Übrigen nicht der Koran und es war überdies kein muslimischer Text, sondern es war die «Kitab Salat al-Sawa'i», ein christliches Buch zum Thema Gebet. Dieses war zwei Jahre zuvor, anno 1514, in Italien gedruckt worden.

Rares Exemplar

Der mehrsprachige Psalter, der nun am 16. März in New York versteigert wird, ist eines von nur noch rund einer Handvoll Exemplare, welche die Jahrhunderte überlebt haben. Es sei eines der am besten erhaltenen Exemplare, sagt David Wachtel, Rechercheur des Auktionshauses «Kestenbaum & Co.». Fernando Kolumbus scheint sorgsam mit dieser Psalter-Ausgabe umgegangen zu sein oder sie kaum gelesen zu haben.

In den letzten Jahren wurden drei Exemplare dieses Psalters versteigert, die Erlöse lagen zwischen 17'500 und 19'200 Dollar.

Fernando Kolumbus begleitete seinen Vater im Alter von 13 Jahren auf dessen vierter Amerika-Reise. Zwar war auch Fernando Seefahrer doch zu seinen grössten Errungenschaften gehörte das Sammeln von Büchern. Seine Bibliothek, die heute noch existiert und mittlerweile den Namen «Biblioteca Colombina» trägt, umfasste zu seiner Lebzeit 15'000 Bücher und gehörte damals zu den wichtigsten Sammlungen Spaniens.

Zum Thema:
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Datum: 13.03.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / BCN / Times of Israel

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