Schönheitsideal im Wandel

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Auch die Werbung erkennt, dass Schönheitsnormen out sind.
Symmetrische Gesichtszüge, makellose Haut, kleine Nase, volle Lippen, möglichst jung und schlank: das war bislang das Schönheitsideal für Frauen in unserem Kulturkreis. War. – Denn das Schönheitsideal bewegt sich gemäss Trendforschern in eine andere Richtung.

In Zeiten von Photoshop und Schönheitschirurgie, wo jeder sein Aussehen bis ins Absurde trimmen kann, sind plötzlich andere Dinge gefragt: Ausstrahlung und Persönlichkeit. Perfektes Äusseres reicht also nicht mehr, um schön zu sein.

„Langweilige Schönheiten“ gibt es inzwischen genug, Menschen sehnen sich nach Charakter. So sagt zum Beispiel der dänische Fotograf Marc Hom. “Ich bin gegen Lifting. Das ist, als ob man ein Bild zu Tode retuschieren würde – was ich auch nie mache, an die Haut gehe ich prinzipiell nicht. Wenn man das Alter aus dem Gesicht radiert, löscht man auch die Persönlichkeit.“

Wie kommt man an Persönlichkeit?

Persönlichkeit ist keine Frage des Alters, keine Frage von Genen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seine eigene Persönlichkeit zu entdecken und zu entwickeln.

Eine Definition erklärt: „Persönlichkeit bezeichnet die Gesamtheit dessen, was Gemüt und Charakter eines Individuums ausmacht.“ Die Persönlichkeit ist also das, was man ist – und nicht, was man sein will, oder was andere von einem erwarten. Wer zu dem stehen kann, wer er wirklich ist, und wie er aussieht, wer ein „Ja“ zu sich selbst hat, dem schreibt man Persönlichkeit zu. In unserer Gesellschaft gehört eine Portion Mut dazu, sich und seine Meinung wirklich ungeschönt zu vertreten.

Was ist Ausstrahlung?

Ein Mensch kann wunderschön aussehen, aber unsympathisch wirken und umgekehrt. Daran ist die so genannte „Ausstrahlung“ schuld. Man strahlt das aus, was in einem ist. Freundlichkeit, Hass, Liebe, Traurigkeit, Bitterkeit, Fröhlichkeit... Man kann versuchen, sein Innerstes zu vertuschen. An der Ausstrahlung wird es irgendwie trotzdem zu sehen sein.

Wer bin ich?

Als Gott die Menschen geschaffen hat, schaute er sich sein Werk an und „sah, dass es sehr gut war!“ So steht es in der Bibel, in 1. Mose, Kapitel 1, Vers 31. Wer das für sich glauben kann, hat einen grossen Vorteil. Gott gibt einem das Prädikat „Sehr gut!“ Trotz aller Stärken, Schwächen, schiefer Nase und kurzen Beinen. Gott hat eine eigene, spezielle Persönlichkeit in jedem angelegt. Vielleicht ist es an der Zeit, mehr über sich herauszufinden. Das könnte spannender sein als der Versuch, so auszusehen wie alle anderen.

Datum: 13.09.2008
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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