Bund sieht Handlungsbedarf

Das Handy im Kinderzimmer

Zehn Prozent der 6 bis 7-Jährigen haben ein Handy oder Smartphone. Mit einem Smartphone sind sie ungeschützt Pornografie und Gewaltdarstellungen ausgesetzt. Das dritte nationale Fachforum Jugendmedienschutz diskutierte die Situation. Der Bund sieht Handlungsbedarf.

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Das Fachforum präsentierte am Montag in Bern weitere Zahlen: 49% der 6- bis 13-Jährigen haben ein Handy, 25% von ihnen ein Smartphone. 16% der Mädchen und 73% der Jungen von 12-19 Jahren haben schon Pornofilme auf dem Computer oder dem Handy angeschaut. 22% der Jugendlichen sind im Chat oder auf Facebook schon mal fertiggemacht worden. 99% von ihnen haben zuhause Internetzugang.

Auch Provider stehen in der Pflicht

Während die bisherigen Fachforen das Gewicht auf die Erziehungsverantwortung der Eltern und auf freiwillige Massnahmen von Providern legten, sah das dritte (und letzte) Fachforum Jugendmedienschutz auch Handlungsbedarf bei regulierenden Massnahmen. So sollen Provider stärker in die Verantwortung einbezogen werden.

Gesetzliche Regulierungen möglich

Der Bundesrat hat die zuständigen Stellen angewiesen, Vorschläge zu machen und allenfalls die nötigen Gesetze auszuarbeiten. Allerdings wird noch immer auch auf die freiwilligen Massnahmen der Internetanbieter gesetzt. Sofern diese nicht genügen, sind jetzt aber auch gesetzliche Regulierungen vorgesehen. Das alles wird allerdings seine Zeit brauchen, da es für neue Gesetze immer auch eine Vernehmlassung und danach den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess braucht. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor destruktiven Inhalten im Netz bleibt so oder so eine gewaltige Herausforderung.

Dokumente zum Herunterladen:
Download der Broschüre.pdf
Flyer: «Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien» (Die 10 Goldenen Regeln)..pdf

Zur Webseite:
Mehr zum 3. Fachforum zum Jugendmedienschutz
Jugend und Medien des Bundesamtes für Sozialversicherung (Kinder- und Jugendmedienschutz)
Faktenblatt zum Kinder- und Jugendmedienschutz

Zum Thema:
Cybermobbing, Games, und Co.?: Was Eltern wissen sollten
Medien und Teenager: Viele Medien vermitteln ein falsches Bild von Sexualität
«Sexting» weit verbreitet: Ohne Sexfotos droht Ausschluss

Datum: 11.09.2015
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet

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