Trotz massiver Unterdrückung

Christen in Nordkorea beten nicht um Regime-Wechsel

Obwohl Nordkorea einen Spitzenplatz in der Unterdrückung von Christen innehat, beten die Gläubigen in diesem Land nicht für eine neue Regierung. Stattdessen beten sie für Christen in anderen Ländern – und für mehr von Christus in ihrem Leben.

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Seit Machthaber Kim Jung-un Nordkorea führt, hat sich die Situation für die Bevölkerung verschlechtert.
Bibeln, Kirchen und Gebetstreffen sind in Nordkorea illegal; aber viele Christen, die in dem kommunistisch regierten Land leben, haben kreative Wege gefunden, das Evangelium weiterzusagen.

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Dr. Eric Foley
Dr. Eric Foley ist Leiter des Missionswerks «Seoul USA» und Dekan der «Underground University», einer missionarischen Ausbildung für Nordkoreaner;  Foley hat ein Buch mit dem Titel «These are the Generations» (Das ist die Generation) geschrieben, in dem er den Alltag und die Kämpfe von Christen in Nordkorea beschreibt. Er bemüht sich auch, westlichen Christen eine neue Perspektive des Landes zu vermitteln.

«Schlimmstes Land für Christen»?

«Oft stellen mich Radio-Moderatoren vor mit einer Einleitung wie «Nordkorea ist der schlimmste Ort auf der Erde, Christ zu sein». Aber ich habe noch nie einen Christen in Norkorea gehört, der das gesagt hat. Nicht etwa, weil ihr Leben nicht schwierig wäre; aber sie glauben, dass Gott ihnen auf eine sehr reale Art sehr nahe ist – so real, wie wir anderen es uns kaum richtig vorstellen können» erklärte er in einem Radio-Interview. In seinem Buch «These are the Generations» berichtet Foley von «Mr. Bae», einem früheren Gefängnisinsassen im Gulag von Nordkorea. «Christliche Insassen erleiden viel Schlimmes, unmenschliche Behandlung und furchtbare Bedingungen in diesen Gefängnissen. Aber wir müssen euch nicht leid tun. Das Gefängnis ist die beste Seminarausbildung, die ein Christ erhalten kann»

Nur Christus

Ein Christ, der aus dem Land fliehen konnte, erzählte Foley, dass Christen in Nordkorea für andere Christen in freien Ländern wie die USA oder Südkorea beten, weil sie ihren Glauben aufs Geld und auf die Freiheit setzen. «Gläubige in Nordkorea haben weder Geld noch Freiheit, aber sie betrachten Christus als genügend» Und er ergänzt: «Sie beten nicht, dass sich das Regime ändert oder für eine neue Regierung. Sie beten nicht um Freiheit und für Geld. Sie beten um mehr von Christus, und dass sie Christus in ihrem Leben mehr widerspiegeln. Und darum sollten wir für uns selbst auch beten» fügte er hinzu.

Zur Webseite:
Bücher von Dr. Eric Foley

Zum Thema:
Die andere Seite der Repression: Nordkorea: Trotz 70 Jahren Verfolgung lebt die Kirche
Gefangen in Nordkorea: «Es war wie eine zweijährige Auszeit mit Jesus»
Hilfe für Nordkorea: Früher schmuggelten sie Waren, heute «schmuggeln» sie Christen

Datum: 07.11.2016
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet

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