Mosambik: Hexe kehrt um

Nach einem Jahr Gebet kam der Durchbruch

Ein Jahr lang betete das Missionarsehepaar Harrell für Adelina, eine Frau, die ihre Zauberei praktizierte. Im Haus der Hexe in einem Dorf nahe Nacala (Mosambik) fand auch ein Hauskreis statt. Ein Jahr lang veränderte sich nicht viel. Adelina zeigte zwar Interesse an Jesus, beschäftige sich aber weiter mit der Zauberei. Als Harrells schon aufgeben wollten, wurden ihre Gebete doch noch erhört.

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Die Missionare Becky und Brian Harrell mit einem ihrer vier Kinder
Schon ein Jahr lang hatten die Missionare Brian und Becky Harrell für Adelina gebetet. Die Mutter von sechs Kindern war eine Hexe in einem Dorf nahe der Hafenstadt Nacala in Mosambik. Hier sind die Makua-Nahara ansässig, überwiegend Muslime; laut einem Bericht der Baptist Press gibt es unter ihnen nur etwa 200 Menschen, die an «Isa» (Jesus) glauben.

Extrem hohe Baby-Sterblichkeitsrate

In diesem Umfeld ist die Arbeit der Harrells, die dort seit 2004 als Missionare tätig sind, nicht einfach. Doch die Menschen sind offen. Auch Adelina. Als Hexe half sie den äusserst abergläubischen Frauen ihres Volkes, die unter der extrem hohen Sterblichkeitsrate der Säuglinge und Kinder leiden, mit Wahrsagerei, Zaubersprüchen und anderer Magie. Damit versuchte sie die Frauen und ihre Neugeborenen zu schützen.

«Die Frauen haben Angst um ihre Kinder, Babys sterben hier ständig», erklärt Becky Harrell. «Es gibt spezielle zeremonielle Zauberei, … um das neue Leben und sie selbst vor bösen Geistern zu schützen.» Dennoch erlaubte Adelina dem Missionarsehepaar, sich in ihrem Haus zu versammeln, um hier von Isa zu erzählen, während die Frauen beisammen sassen und Flickenteppiche machten.

Kurz vor dem Aufgeben

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Missionar Brian Harrell
Jede Woche trafen sie sich mit anderen Frauen in Adelinas Grasdach-Hütte und erzählten von Jesus. Dabei beteten sie ständig für die Hexe, die selbst aufmerksam zuhörte, doch keine Anstalten machte, ihr Leben zu ändern. Nach und nach wurde das zu einem Problem. «Wir konnten einfach nicht weiter von der Hütte der Medizinfrau aus Gottes Wort weitergeben. Welche Botschaft gaben wir damit an die Leute weiter?», erklärt Brian. Sie waren kurz davor, aufzugeben.

«Ich brauche eure Hilfe!»

Doch dann geschah es. Nachdem sie sich ein Jahr lang bei Adelina getroffen hatten, stand die Frau eines Tages unvermittelt auf und sagte: «Ich brauche eure Hilfe. Ich weiss, dass es falsch ist, was ich die ganze Zeit getan habe, und ich möchte, dass ihr mir helft, meine Zauberei und alles Zubehör loszuwerden.» Was für eine Gebetserhörung!

Am folgenden Sonntag traf sich eine Gruppe Christen bei Adelina. Sie sangen gemeinsam, nahmen die gesamte Hütte auseinander und beteten. Dann verbrannten sie alle Utensilien und das Zubehör, das Adelina für ihre Hexerei gebraucht hatte. «Es war unglaublich», erinnert sich Brian. «Es war ein extrem intensiver Tag für sie… Das war etwas, auf das wir so lange gehofft und für das wir gebetet hatten.»

Das siebte Kind – kerngesund

Kurze Zeit später brachte Adelina ihr siebtes Kind zur Welt. «Sie sagt, dass alle ihre Nachbarn ihr voraussagten, dass ihr Kind sterben würde, weil sie die Zauberei aufgegeben hatte», berichtet Becky. «Aber ihr Baby ist völlig gesund. Und Adelina ist eifrig dabei, ihr Zeugnis weiterzugeben und den Leuten zu erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat!»

Video über Harrells Missionsarbeit:

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Datum: 04.01.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Baptist Press

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