Lobpreis und Anbetung

Das Lob nicht in der Kirche vergessen

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Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Partner Ihnen immer nur an einem bestimmten Tag in der Woche Komplimente macht, immer am selben Ort? Das wäre wirklich seltsam! Tatsächlich benehmen wir uns Gott gegenüber sehr oft so.

Sonntagmorgen in der Kirche loben wir Gott, singen und danken ihm überschwänglich – und das war es dann auch schon wieder für den Rest der Woche. Ja, der Alltag bietet nicht die gleiche Atmosphäre wie ein Gottesdienst, wir haben andere Dinge im Kopf und sind vielleicht auch gar nicht immer so fromm wie in der Kirche. Trotzdem: Wer Gott nur in der Kirche preist, läuft in Gefahr, religiös zu sein – statt eine echte Beziehung mit Gott zu haben.

Religion oder Beziehung?

Wie sieht Ihr Glaubensleben aus? Sind Sie ein «guter Christ»? Gehen Sie jeden Sonntag in die Kirche, lesen Bibel und beten regelmässig, weil Sie sonst ein schlechtes Gewissen haben? Religionen schreiben solche und andere Regeln vor und sind damit knallhart. Dabei ist es das gar nicht, was die Bibel verlangt. Der «gute Christ» kommt in der Bibel kein einziges Mal vor. Es gibt ihn nicht!

Das Besondere an Gott ist doch, dass er uns durch und durch kennt und uns trotzdem nimmt, wie wir eben sind. Unperfekt. Voller Makel. Mit unserer schwarzen Vergangenheit. Doch obwohl wir das theoretisch wissen, können wir es praktisch oft einfach nicht fassen. Und so geraten wir, ohne es zu merken, in eine Art Unfreiheit von selbstgemachten Regeln und schlechtem Gewissen. Wir wollen Gott gefallen. Dazu benutzen wir spezielle Riten. Und den Rest unseres Alltags versuchen wir irgendwie allein zu meistern.

Gottes Vorstellung von Gemeinschaft

Doch Gott möchte eine Beziehung mit uns leben. Ein Vater und Freund sein. Er braucht keine Kerze und keine kirchliche Atmosphäre, wenn wir ihm etwas sagen wollen. Er möchte es sofort hören, wie ein Papa, der wissen möchte, wie es seinem Kind geht!

Manchmal kommt es uns nicht angemessen vor, einfach so für Gott zu singen. Oder laut «Danke!» zu schreien. Aber Gott hat uns nicht berufen, religiöse Rituale zu befolgen, sondern seine Kinder zu sein. Er hat uns nicht dazu berufen, Regeln zu halten, sondern das zu tun, was sein Wort sagt. Und was könnte dabei die schönste Aufgabe sein? Die Antwort gibt Psalm 33, Verse 1 bis 3:

«Jubelt über den Herrn, alle, die ihr zu ihm gehört! Preist ihn, das ist eure schönste Aufgabe! Dankt dem Herrn auf der Zither und spielt für ihn auf der Harfe! Singt ihm ein neues Lied! Schlagt in die Seiten, so gut und so laut ihr könnt!»

Datum: 19.11.2012
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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