Tipps, die helfen

Was tun gegen Lampenfieber?

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Das Publikum ist gross, das Lampenfieber noch grösser. Gleich muss man raus und zeigen, was man kann. Die Knie schlottern, der Magen wird flau der Schweiss tritt einem auf die Stirn. Die Angst vor Publikum aufzutreten ist unangenehm, aber es gibt Tricks, wie man Lampenfieber auf ein gesundes Mass schmälern kann.

Negatives Lampenfieber ist eine Angst, die nicht durch äussere echte Gefahren entsteht, sondern durch einen eigenen inneren Druck. Man fürchtet, ob die eigene Leistung der Meinung und Kritik des Publikums standhält. Die Erwartungen an einen Menschen auf der Bühne sind hoch: Er soll gut aussehen, selbstbewusst sein, unterhalten und brillant sein in dem, was er tut. Sich dem zu stellen, kann ganz schön herausfordernd sein. Da Lampenfieber aber nicht von aussen, sondern von einem selbst ausgeht, gibt es gute Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen.

Sich das schlimmste Szenario vorstellen

Was wäre das Schrecklichste, das während des Auftritts passieren könnte? Man könnte stolpern, mal den falschen Ton treffen, komisch aussehen, sich versprechen. Realistisch gesehen gibt es den perfekten Auftritt nicht. Menschen sind keine Maschinen und machen einfach immer wieder Fehler. Selbst Profis passiert das. Aber genau das macht einen Auftritt ja auch lebendig, kreativ und mitreissend. Wichtig ist nur, dass man damit rechnet, dass etwas schief gehen könnte und bereit ist, sich diese Fehler zu verzeihen.

Erfahrung miteinbeiziehen

Oft schätzen sich vor allem Künstler schlechter ein, als sie in Realität sind. Man denkt an alles, was mal schief gelaufen ist und möchte beim nächsten Auftritt alles besser machen. Das bedeutet aber totale Überforderung und bringt neuen Druck mit sich. Zur besseren Selbsteinschätzung hilft es, eine Liste mit zwei Spalten zu schreiben. Auf die eine Seite schreibt man, was bei dem letzten Auftritt gut gelungen ist. Auf die andere, was man gerne verbessern möchte. Vor jedem Auftritt sollte man sich die guten Dinge deutlich vor Augen halten. Und sich jedes Mal höchstens eine neue Sache vornehmen, die man verbessern möchte.

Gott gibt mir meinen Wert

Jeder Mensch wünscht sich Annerkennung von anderen. Deswegen ist es ja auch so reizvoll, auf der Bühne zu stehen. Aber es bringt auf der anderen Seite den gewissen Druck mit sich. Ganz wichtig ist es, nie zu vergessen, dass nicht Menschen über mich urteilen können, ob ich gut und wertvoll bin, sondern nur Gott allein. Er, mein Schöpfer hält grosse Stücke von mir, egal was ich leiste oder ob ich mich total blamiere. Er hat auch meinen Weg in seiner Hand, und dieser Weg ist gut. Ich bin also nicht abhängig von der Meinung anderer und meine Zukunft ist es auch nicht. Und das kann mir helfen, so zu sein, wie ich wirklich bin – ohne Druck und mit ein bisschen weniger Lampenfieber.

Zum Thema:
Livenet-Dossier «Musik & Lobpreis»


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet.ch

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