Todd Fadel

Songwriting mal ganz anders

Ist Songwriting für dich ein Buch mit sieben Siegeln? Bist du zu anspruchsvoll mit deinen Songideen und bremst dich dabei selbst aus? Fällt es dir schwer, Lieder einfach so aus dem Ärmel zu schütteln? Todd Fadel unterrichtet an der Music-Academy in Portland Oregan und hat eine sehr spielerische und kreative Art, um dagegen anzugehen.

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Todd Fadel. (Foto: Flickr / jystewart)
Es geht darum, sich absichtlich in eine ungünstige Ausgangslage zu bringen und daraus dennoch etwas Unerwartetes zu kreieren. Alles, was du brauchst, ist ein Aufnahmegerät, Papier, Stifte, alle Instrumente, die du besitzt, drei Freunde und ein kleiner Übungsraum...

Schritt eins

Setz dich mit deinen Freunden in einen Kreis. Eine Person notiert Ideen für Liedertitel, die euch spontan kommen. Jeder soll reihum etwas vorschlagen, so lange, bis ihr etwa 30 Titel habt. Kein Titel ist zu doof. Zum Beispiel sagt Tim: „Der Himmel schmeckt wie Schokopudding“, Max: „Einfach leben, einfach sein“, Stefan: „Ausgestopft bring ich am meisten“.

Schritt zwei

Die Person links vom Schreiber wird zum „Songdirektor“ und sucht sich einen Titel von der Liste und die Musiker dazu aus. Er darf sich selbst aussuchen, ob er Sänger oder Instrumentalist sein will. Es macht übrigens nichts, wenn die Leute ihr Instrument nicht so gut spielen können, es geht ja darum, aus einer ungünstigen Situation heraus etwas zu schreiben. Also zum Beispiel: Stefan singt, Max spielt Keyboard, Tim die Bongos und ich Gitarre.

Schritt drei

Der Hauptinstrumentalist soll ein paar Akkorde vor und zurück spielen und sich einen einfachen Refrain als Basis des Liedes auswählen. Vorschläge für Tempo, Stimmung und Stil sind auch immer gut. Denk dran, die Akkorde so einfach wie möglich zu halten, zum Beispiel: G, C, und im Refrain D. Fangt ja nicht an zu üben!

Schritt vier

Drück “record” auf deinem Aufnahmengerät und zeichne auf, was eben gerade kommt. Der „Songdirektor“ zeigt auf die Sänger, wenn sie anfangen sollen zu singen, nachdem das Lied begonnen hat. Stoppe die Aufnahme, wenn du das Gefühl hast, das Lied ist vorbei. Es ist wichtig, das Lied einfach laufen zu lassen, auch wenn die Instrumentalisten sich vergreifen oder was Falsches spielen. Kein Text ist zu bescheuert. Versuch nicht zu lange Pausen entstehen zu lassen, füll sie mit jodeln, quietschen oder sonst was.

Schritt fünf

Gib die Aufgabe des Songdirektors an die Person links neben dir weiter. Nehmt zwei Stunden Lieder auf, hört euch eure „Songs“ an und amüsiert euch.

Zusätzliche Vorschläge

Gebt eurem Projekt einen Namen. Sucht euch euren Lieblingssong aus der Session heraus und brenn sie jedem Bandmitglied auf CD. Du wirst Erstaunliches entdecken. Und wenn es nur ist, dass du dich von verkopftem Denken trennen kannst. Kritik und Analyse können der Kreativität nämlich ganz schön im Weg stehen. Vielleicht bleibt auch eine der Ideen, und du machst daraus ein Lied. Aber das Wichtigste: Du schaffst einen Ort, an dem du und deine Freunde verrückte, komische und kreative Ideen haben können.

Zum Thema:
Livenet-Dossier zum Thema «Musik & Lobpreis»


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet.ch / musicademy.com

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