Einführung in den Glauben

Warum kompliziert, wenn’s einfach geht?

Woran liegt es, dass die Medien sich derart mit dem Glaubenskurs befassen, zu dem am Freitag landesweit eingeladen wird? Die Plakataktion und der Alphalive-Znacht am kommenden Freitag sind der bisherige Höhepunkt einer Erfolgsstory.

Es geschieht landauf landab: Im Rahmen lockerer Vortrags-und Gesprächsabende vor Ort erleben Menschen eine neue Dimension in ihrem Leben. Kein christliches Projekt ist in letzter Zeit dermassen medial beleuchtet und – gerade in Kirchenblättern – kritisch bewertet worden. Doch haben theologische (Vor-)Urteile dem Appeal des Angebots wenig anhaben können, denn es entspricht einem Bedürfnis: im vertrauten Kreis auch einmal über Religiöses, über Gott und die Welt zu reden.

Christen aus Landes- und Freikirchen gemeinsam

Häufig wird dem Kurs das Etikett „freikirchlich“ angeheftet. Dies führt an der Sache vorbei. Laut Martin Stoessel, dem Leiter von Alphalive Schweiz, führen gegen 130 reformierte Kirchgemeinden den Kurs durch, allein oder zusammen mit Freikirchen. (Insgesamt stellen die Freikirchen die Mehrheit der Veranstalter.) Alphalive verbindet Landes- und Freikirchler in der grundlegenden Aufgabe, Zeugen des Glaubens zu sein – was als erfreuliches Signal gegen die Zersplitterung des Protestantismus gesehen werden kann.

Kurs aus einer Grossstadtgemeinde

Dazu kommt, dass der Kurs nicht aus einer Freikirche, sondern aus der Church of England stammt. Die Anglikaner des zentralen Londoner Stadtteils Brompton entwickelten ihn um 1980 für Leute, die zuzogen. Die charismatisch geprägte Dreifaltigkeitsgemeinde (Holy Trinity Brompton) verhalf in der City auch sterbenden anglikanischen Pfarreien zu neuem Leben. Jahre später realisierten die Bromptoner angesichts der dramatischen Entkirchlichung der britischen Gesellschaft, dass der Kurs geeignet war, religiös interessierten Menschen den Glauben frisch vorzustellen. Solche evangelikalen Initiativen werden von der anglikanischen Kirchenleitung, bis hinauf zum Erzbischof von Canterbury, begrüsst und unterstützt.

Hierzulande läuft eine sprachlich leicht angepasste Version des Alphalive-Kurses in katholischen Pfarreien, mit bischöflicher Empfehlung. Auch auf die Trägerschaft selbst trifft das Freikirchen-Etikett nicht zu: Alphalive Schweiz findet sich unter dem Dach der überkonfessionellen Schulungsorganisation „Campus für Christus“; die Leiter Martin und Rachel Stoessel sind ebenso in der reformierten Landeskirche zu Hause wie einige der Mitarbeitenden.

Diskussionen im Zeichen der Hoffnung auf neues Leben

Was manchen als „freikirchlich“ vorkommt: Der Kurs informiert nicht nur, beinhaltet nicht nur Diskussion über religiöse Themen. Die Teilnehmenden werden in seinem Verlauf auch eingeladen, sich bewusst und ganzheitlich Jesus Christus, dem Auferstandenen, anzuvertrauen.

Der Kurs nimmt dabei die Aussagen der Bibel zur Bedeutung von Jesus ernst; er ist nicht von der kritischen Distanz zur Bibel bestimmt, welche mit der Aufklärung des 18. Jahrhunderts in die reformierten Landeskirchen Einzug hielt.

Alphalive lädt die Teilnehmenden ein, sich auf den Heiligen Geist Gottes einzulassen – nicht nur diskutierend oder meditativ, sondern existentiell, mit Herz und Verstand. „Ist jemand in Christus, ist er eine neue Schöpfung“, schrieb einst der Apostel Paulus. Diese hoffnungsvolle Perspektive trägt auch den Alphalive-Kurs; sie kann in den nächsten Monaten an über 400 Orten in der Schweiz hinterfragt, diskutiert und erlebt werden.

Orte mit Alphalive-Znacht am 9.9.05, 19 Uh
www.alphalive.ch/html/Wo_gibt_s_den_Alphalive-Znacht.372.0.html?&no_cache=1

Webseite
www.alphalive.ch

Livenet-Artikel über die Geschichte von Alphalive
www.livenet.ch/www/index.php/D/article/157/9177/

Datum: 07.09.2005
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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