Männertag

Eine Liebesgeschichte im Krieg

«Wir haben unser eigenes Herz verloren und müssen es wiederfinden.» Am Männertag 2009 des Männerforums in Bern sprach Adrian Nagel über die Rolle, die Gott Männern zugedacht hat. Er erläuterte, wie sie die Kraft des Glaubens und ihren eigenen Glaubensstil entdecken können. Authentische Lebensberichte rundeten den Tag ab.

Adrian Nagel von der Männerbewegung «Free at Heart» nahm die 700 Besucher hinein in die grosse Geschichte, die Gott mit den Menschen schreibt. Der erste Akt des Dramas sei die himmlische Gemeinschaft, die Erschaffung der Erde und des Menschen. «Gott schuf die Welt in Wildheit, Freiheit und Urtümlichkeit - grenzenlos. Es ist die Sehnsucht jedes Jungen, vom Vater ins Mannsein initiiert und ins Leben eingeführt zu werden.» Nagel fuhr fort: «Im zweiten Akt tritt das Böse auf den Plan, Satan, der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist die Zerstörung von Gottes prachtvoller Schöpfung.» In jeder Geschichte und jedem Film gebe es dieses Böse, so den finsteren Herrscher Sauron in «Herr der Ringe».

Der Kampf ums Herz

Der dritte Akt sei die Wiederherstellung der Erde, sagte der Referent. «Wir tragen Gottes Ebenbild in uns. Unsere Aufgabe ist es, zu herrschen und die Erde zu verwalten», erklärte Nagel. Warum habe Gott den Mann mit einem Kämpferherzen, als Abenteurer erschaffen? Weil er ein Abbild seines eigenen, wilden Herzens sei. «Der Kampf ums menschliche Herz führt zu Hass und Krieg. Es gibt viel Hässliches auf dieser Welt: Gefangenschaften, Süchte, zerstörte Ehen.» Jesus sei gekommen, um uns zu heilen und unsere Würde wiederherzustellen, betonte Nagel. Die grosse Geschichte sei eigentlich eine Liebesgeschichte mitten im Krieg: Gottes geduldige Suche nach meinem Herzen.

Den eigenen Schwung finden

«Der vierte und letzte Akt schliesslich ist das grosse Finale, die Vollendung von dem, was Gott für uns bereit hält: der Himmel», erläuterte der Referent. Er ermutigte die Zuhörer, den Platz in der grossen Geschichte einzunehmen, den Gott ihnen zugedacht hat. Im Film «Die Legende von Bagger Vance» hat der Golfer Junuh seinen authentischen Schwung verloren, mit dessen Hilfe er vor dem Krieg viele Erfolge verzeichnete. Bagger Vance bietet sich ihm als Caddie an und hilft ihm, sich an seinen Schwung zu erinnern.

Wie Nagel sagte, haben auch wir Männer unseren Schwung verloren - unsere ureigene, gottgeschaffene Identität - und müssen ihn wiederfinden. Viele Angebote der christlichen Welt seien auf Frauen zugeschnitten. Deshalb sei es wichtig, aufzustehen und den Platz als Mann einzunehmen. In Männergruppen könne man einander aufhelfen und gemeinsam dem Ziel nachjagen. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Zuhörer Gelegenheit, in kleinen Gruppen auszutauschen und erste Schritte zur Partnerschaft mit Gott in der grossen Geschichte zu unternehmen.

Von Gott herausgerufen

Am Nachmittag standen Workshops auf dem Programm. Neun Leiter vermittelten Impulse, wie die persönliche Zeit mit Gott lebendig und kreativ gestaltet werden könnte. Das Buch «Neun Wege, Gott zu lieben» gab die Themen der Workshops vor wie zum Beispiel enthusiastisch, sinnlich, fürsorglich, naturverbunden, intellektuell. Den krönenden Abschluss des Männertages bildeten die bewegenden Zeugnisberichte von Pascal Grossniklaus, Familienvater, und Martin Ryser, Geschäftsmann. Es sind Berichte von Männern wie dir und mir, die Gott persönlich herausgerufen hat, Berichte über Gottes übernatürliche Versorgung, über Hoffnung und neue Perspektiven. Über Männer, die die Kraft des Glaubens entdeckt haben.

Das Männerforum als Kompetenzzentrum

Das Männerforum ist eine überkonfessionelle Bewegung und wird von einem siebenköpfigen Vorstand mit Wilf Gasser (Präsident), Günter Füssle, Peter Gloor, Markus Haller, Thomas Humbel, Felix Hunziker und Raymond Schmid (Geschäftsführer) geleitet. Männer sollen nicht isolierte Einzelkämpfer sein, sondern in der Freundschaftsbeziehung zu Jesus Christus und zu andAutor: Christian Bachmanneren Männern wachsen. Ein integres Leben ist die Voraussetzung dafür, dass Männer die Verantwortung in Ehe, Familie, Beruf, Kirche und Gesellschaft wahrnehmen können. Konferenzen, Wochenenden und regionale Treffs bieten eine Plattform, um in einem lockeren Rahmen Denkanstösse zu erhalten und persönliche Erfahrungen miteinander zu teilen. In Zukunft soll das Männerforum vermehrt eine Plattform für christliche Männerarbeit werden, sozusagen ein «Kompetenzzentrum für geistlich wache Männer».

Die Referate können in ca. einer Woche als MP3-Dateien von www.maennerforum.ch heruntergeladen oder als DVD bestellt werden.

Autor: Christian Bachmann

Datum: 28.10.2009
Quelle: Livenet.ch

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Noch nie wurden so viele Christen verfolgt wie heute. Die überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International) organisiert im fünften Jahr eine Mahnwache und weist hiermit auf die verfolgten Christen weltweit hin.

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