Bibelstudium: Römer 13, 11-14

Leben im Licht Gottes

11 Liebt also euren Nächsten, denn ihr wisst doch, dass es Zeit ist, aus aller Gleichgültigkeit aufzuwachen. Bald wird Christus wiederkommen und uns endgültig erlösen. Dieser Zeit sind wir jetzt näher als zu Beginn unseres Glaubens. 12 Bald ist die Nacht vorüber, und Gottes Tag bricht an. Deshalb wollen wir uns von den finsteren Werken der Nacht trennen und uns statt dessen mit den Waffen des Lichts rüsten. 13 Wir haben vor niemandem etwas zu verbergen und wollen ein gutes, anständiges Leben führen;4 ohne üppige Gelage und Saufereien, ohne Ausschweifungen und Sittenlosigkeit, ohne Streit und Eifersucht. 14 Statt dessen soll Jesus Christus in allem euer Vorbild sein.5 Hütet euch davor, euern Leib mit seinen Wünschen und Begierden zum Mittelpunkt eures Lebens zu machen.

Übersetzung: Hoffnung für Alle


Kommentar

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13,11 Der Rest des Kapitels ermutigt uns zu einem Leben der geistlichen Wachsamkeit und der sittlichen Reinheit. Die Zeit ist knapp. Das Zeitalter der Gnade neigt sich seinem Ende zu. Unsere knappe Zeit verlangt, dass wir alle Gleichgültigkeit und Trägheit überwinden. "Unsere Errettung" ist "näher" als je zuvor. Der Erlöser wird bald kommen und uns ins Vaterhaus führen.

13,12 Unser gegenwärtiges Zeitalter ist wie eine "Nacht" der Sünde, die fast vorbei ist. Der "Tag" der ewigen Herrlichkeit wird bald für die Gläubigen dämmern. Das bedeutet, dass wir alle schmutzigen Kleider der Weltlichkeit "ablegen" sollten - d. h. alles, was uns mit Ungerechtigkeit und dem Bösen verbindet. Und wir sollten "die Waffen des Lichts anziehen". Das bedeutet, dass wir einen Schutz für unser geheiligtes Leben benötigen. Die Teile dieser Waffenrüstung werden in Epheser 6,14-18 näher beschrieben. Sie stehen für die Wesenszüge eines wahrhaft christlichen Charakters.

13,13 Man beachte, dass es hier im wesentlichen um unser praktisches Christsein geht. Weil wir Kinder des "Tages" sind, sollten wir als Söhne des "Lichtes" wandeln. Was hat ein Christ bei wilden Parties, Trinkgelagen, Sexorgien, und Ausschweifungen aller Art zu suchen? Was hat er mit Neid und Gezänk zu tun? Gar nichts!

13,14 Die beste Politik, die wir in dieser Hinsicht verfolgen können, lautet in erster Linie: "Zieht den Herrn Jesus Christus an." Das bedeutet, dass wir seinen gesamten Lebensstil annehmen sollten, leben sollten wie er und uns ihn in jeder Hinsicht zum Führer und Vorbild nehmen sollten.

Zweitens sollten wir "nicht Vorsorge für das Fleisch" treffen, damit nicht "Begierden wach werden". Das "Fleisch" ist hier unsere alte, verdorbene Natur. Sie schreit ständig danach, mit Komfort, Luxus, ungesetzlichen sexuellen Lüsten, leeren Vergnügungen, weltlichen Freuden, Zerstreuung und allen Gütern dieser Erde etc. verwöhnt zu werden. Wir treiben "Vorsorge für das Fleisch", wenn wir etwas kaufen, das uns in Versuchung bringt, wenn wir es uns leicht machen zu sündigen, wenn wir dem Irdischen eine höhere Priorität einräumen als dem Geistlichen. Wir sollten das Fleisch nicht im geringsten verwöhnen. Phillips umschreibt das so: "Wir sollten dem Fleisch keine Chance lassen, seinen Spass zu haben."

Das war genau der Abschnitt, den Gott gebrauchte, um den zwar intelligenten, doch fleischlichen Augustinus zu Christus und zur Reinheit zu bekehren. Als er Vers 14 las, übergab er sein Herz dem Herrn. Er ist als "Heiliger" Augustinus in die Geschichte eingegangen.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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