Bibelstudium: Markus 16,9-11

9 Jesus war am Sonntagmorgen von den Toten auferstanden und erschien zuerst der Maria aus Magdala, die er von sieben Dämonen befreit hatte. 10 Sie lief zu den Jüngern, die um Jesus trauerten und weinten, 11 und berichtete ihnen: «Jesus lebt! Ich habe ihn gesehen!» Aber sie glaubten ihr nicht.

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar

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Weil in zwei wichtigen alten Manuskripten des Markusevangeliums die Verse 920 fehlen, glauben viele moderne Theologen, dass sie nicht authentisch sind. Dennoch gibt es wichtige Argumente dafür, dass sie zum Text gehören:

1. 1. Fast alle anderen griechischen Manuskripte und viele Kirchenväter haben diesen Abschnitt im Text.

2. 2. Vers 8 wäre ein äusserst seltsamer Schluss, insbesondere im Griechischen, wo das letzte Wort gar (denn) lautet. Dieses Wort steht nur äusserst selten am Ende eines Satzes, noch viel weniger am Ende eines Buches.

3. 3. Wenn, wie einige lehren, der originale Schluss des Markusevangeliums verloren gegangen ist, und dies eine spätere Zusammenfassung darstellt, dann wäre das Wort unseres Herrn über die Bewahrung seines Wortes (Matth 24,35) nicht in Erfüllung gegangen.

1. 4. Der Inhalt dieses Abschnittes steht in Übereinstimmung mit anderen biblischen Stellen.

2. 5. Der Stil, und besonders die Wortwahl, entsprechen sehr eng dem ersten Kapitel des Buches.24) 16,9 Der Retter erschien zuerst Maria

Magdalena. Als sie Jesus das erste Mal begegnet war, hatte er ihr sieben Dämonen ausgetrieben. Von da an diente sie ihm voller Liebe mit ihrem Eigentum. Sie war bei der Kreuzigung dabei und hatte gesehen, wohin sein Leib gelegt worden war.

Von den anderen Evangelisten wissen wir, dass sie, als sie das Grab leer fand, loslief und es Petrus und Johannes sagte. Als sie mit ihr zurückkamen, fanden sie das Grab leer, wie sie gesagt hatte. Sie kehrten nach Hause zurück, aber sie blieb bei dem leeren Grab. Da erschien ihr Jesus.

16,10.11 Wieder ging sie in die Stadt zurück, um den trauernden Jüngern die gute Nachricht zu überbringen. Aber das war für sie zu schön, um wahr zu sein. Sie glaubten nicht.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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