Bibelstudium: Markus 15,16-21

Jesus wird verhöhnt und misshandelt

16 Die römischen Soldaten brachten Jesus in den Hof des Palastes. Dort riefen sie die ganze Mannschaft zusammen. 17 Sie zogen ihm einen roten Mantel an, damit er wie ein König aussehen sollte, flochten einen Kranz aus Dornenzweigen und drückten ihm den als Krone auf den Kopf. 18 Dann nahmen sie Haltung an und grüssten Jesus voller Hohn: «Es lebe der König der Juden!» 19 Mit einem Stock schlugen sie Jesus auf den Kopf, spuckten ihn an und knieten vor ihm nieder, um ihn zu verspotten. 20 Als sie davon genug hatten, zogen sie ihm den roten Mantel wieder aus und gaben ihm seine eigenen Kleider zurück. Jetzt führten sie ihn zur Kreuzigung ab 21 Unterwegs begegnete ihnen Simon aus Kyrene, der Vater von Alexander und Rufus. Simon kam gerade von seinem Feld zurück, als ihn die Soldaten zwangen, das Kreuz zu tragen.

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar

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15,16-19 "Die Soldaten führten ihn in den Hof" der Statthalterresidenz. Nachdem die ganze Schar zusammengerufen war, führten sie eine Krönungsszene auf, um den König der Juden zu verspotten. Wenn sie nur geahnt hätten, wen sie vor sich hatten! Es war der Sohn Gottes, dem sie ein Purpurgewand umlegten. Sie krönten ihren eigenen Schöpfer mit Dornen. Sie verspotteten den Erhalter des Universums als König der Juden. Sie schlugen den Herrn des Lebens und der Herrlichkeit auf das Haupt. Sie spieen den Friedensfürsten an. Spottend beugten sie ihre Knie vor dem König der Könige und dem Herrn aller Herren.

15,20.21 Als ihr derber Spott vorbei war, "zogen sie ihm seine Kleider" wieder an und "führten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen". Markus erwähnt hier, dass die Soldaten einen Passanten, Simon aus Kyrene (in Nordafrika), aufforderten, sein Kreuz zu tragen. Es kann sein, dass er ein Schwarzer war, doch ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen hellenistischen Juden handelte. Er hatte zwei Söhne, Alexander und Rufus, die eventuell gläubig waren (wenn Rufus derselbe ist, wie der in Römer 16,13 erwähnte). Indem er Jesus das Kreuz nachtrug, zeigte er uns, was uns als Jünger des Herrn kennzeichnen sollte.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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