Allianzgebetswoche 2017

Tag 4: Der Glaube allein – unsere Antwort auf Gottes Angebot

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Vom 8. bis 15. Januar stehen Christen auf der ganzen Welt im Rahmen der Allianzgebetswoche zusammen und beten für aktuelle Anliegen. Livenet publiziert dazu täglich einen Gedankenanstoss.

Römer 3, 27-28: Hat da noch irgendjemand einen Grund, auf etwas stolz zu sein? Nein, das ist jetzt ausgeschlossen. Folgt das etwa aus dem Gesetz? Sofern das Gesetz zu Leistungen auffordert: nein; sofern das Gesetz jedoch zum Glauben auffordert: ja. Denn wir gehen davon aus, dass man aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wird, und zwar unabhängig von Leistungen, wie das Gesetz sie fordert.

Ergänzender Bibeltext: Lukas 5, 1-11

Das kennen wir alle: Wenn wir etwas geschenkt bekommen oder selbst etwas verschenken, dann spielt die Reaktion eine ganz wichtige Rolle: Wir möchten, dass Geschenke wahrgenommen, angenommen und wertgeschätzt werden. Aber wie geht das bei den Geschenken Gottes? Paulus sagt: Man kann sie nur in einer Haltung des glaubenden Vertrauens empfangen. Die Reformatoren beschreiben, wie der Glaube eine gute und angemessene Antwort ist auf das, was Gott uns schenkt und wie er zu uns redet.

Mögliche Missverständnisse

Allerdings gibt es auch einige Missverständnisse über den Glauben, auf die Paulus in diesen Versen eingeht: Das erste ist das Rühmen, also die Vorstellung, dass Glaube so etwas ist wie eine eigene fromme Errungenschaft. Die Gefahr ist dabei, dass wir uns auf unseren starken oder richtigen Glauben etwas einbilden, so als könnten wir selbst etwas dafür. Und manchmal fordern wir auch andere so zum Glauben auf, als könnten sie sich den Glauben selbst basteln. Glauben können wir nicht selbst machen, sondern nur von Gott erbitten.

Das zweite Missverständnis ist das der Werke: Die fromme Versuchung ist es immer, damals wie heute, sich Gottes Gunst verdienen zu wollen. Oder vielleicht dem, was Gott getan hat, wenigstens ein bisschen eigene Anstrengung hinzuzufügen. Paulus betont: Der Glaube allein genügt. Wir können dem, was Gott für uns getan hat, nichts hinzufügen.

Aktiver Glaubensschritt nötig

«Glaube allein» antwortet aber auch auf ein drittes Missverständnis, das heute möglicherweise aktueller ist als die beiden anderen: Nämlich dass das, was Gott für uns getan hat, uns gerecht machen könne, auch wenn wir es NICHT im Glauben annehmen. Viele Menschen wünschen sich heute so eine Rechtfertigung im «Auto-Modus», die automatisch wirkt. Egal ob man darauf antwortet oder nicht, für alle Menschen, ob sie nun glauben oder nicht. Auch hier erinnert uns Paulus daran: Gott kommt uns in Christus entgegen, weil er sich eine Beziehung des Vertrauens zu uns wünscht. «Allein durch Glauben» kommt eine solche Beziehung auch wirklich zustande. Wo liegt für uns die Hauptversuchung? Eine ehrliche Antwort kann uns zeigen, wie wir heute beten können.

Dr. Guido Baltes, Marburg, Theologe, Lehrbeauftragter für Neues Testament

Danken
• Dass das Wort des Glaubens auf vielfältige Art weitergegeben wird (Predigten, Literatur, Musik, Internet, etc.).
• Dass der Glaube auch die Mauern des Zweifels niederreisst.
• Dass der Glaube Menschenleben verändert.
Bekennen
• Zu oft «rühmen» wir uns noch unseres Glaubens und bilden uns etwas darauf ein.
• Zu oft versuchen wir durch «Werke» Gottes Gunst zu erwerben.
Bitten
• Für Atheisten und Menschen mit verhärteten Herzen.
• Für Einheit und Einigkeit im Glauben.
• Für Israel und die Menschen in Palästina.

Gebetsimpuls: Epheser 3,14-21

Wichtige Links:
Gebetsbroschüre herunterladen
Allianzgebetswoche

Datum: 11.01.2017
Autor: Guido Baltes
Quelle: Schweizerische Evangelische Allianz SEA

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