VERÄNDERUNG

Von Robert J. Tamasy

Manche Menschen lehnen Veränderungen jeglicher Art ab. Ein neuer Status quo kann beunruhigend sein. Ich finde Veränderung gut – wenn sie zu meinen Konditionen stattfindet. Aber wie viele andere Menschen auch empfinde ich einen Widerstand gegen Veränderungen, deren Umsetzung ich nicht beeinflussen kann. Als älteres Mitglied der so genannten «Baby Boomer» Generation, erstaunt mich das Tempo der Veränderungen in unserer Gesellschaft immer wieder von neuem. Ich war kürzlich in einem Elektrogeschäft und merkte, wie sehr die Technologie Musik- und Videomedian beeinflusst hat. Online streaming hat alles verändert.

Das ist nur ein kleines Beispiel. So gut wie jede Firma spürt die Auswirkung technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Das umfasst den Betriebsablauf, Auswahl der anzubietenden Produkte und Dienstleistungen sowie deren Darstellung. Das bedeutet eine grosse Herausforderung für die Führungskräfte, die dafür sorgen müssen, dass notwendige Veränderungen zeitgerecht und effektiv umgesetzt werden.

In ihrem Buch Leadership Lessons of Jesus schreiben die Autoren Bob Briner und Ray Pritchard:
«
Führung bedeutet Verständnis des neuen im Kontext des alten…eine Führungskraft muss wissen, was los ist. Er oder sie muss formulieren können, warum der neue Weg besser ist. Wirklich innovative Führungskräfte werden immer herausgefordert werden von denen, die den Status Quo erhalten wollen.»

Ich kann mich noch gut an die Mitte der 80’iger Jahre erinnern, als mir ein Freund den ersten Rechner auf den Schreibtisch stellte. Albert war Besitzer einer Computerfirma und fragte mich: «Bob, hast du einen Computer?» Als ich verneinte, dachte ich gleich bei mir: «Warum sollte ich einen Computer wollen? Meine elektrische Schreibmaschine funktioniert wunderbar.» Albert blieb jedoch hartnäckig und liess einen gebrauchten Macintosh bei mir anliefern. Dieser PC würde heutzutage prähistorisch wirken im Vergleich zur heutigen Technologie, aber zu der Zeit wälzte er meinen ganzen Arbeitsablauf als Schriftsteller und Herausgeber um. Zum Glück hatte mich mein Freund überreden können, den Sprung in die neue Computerwelt zu wagen.

Obwohl sie während tausender von Jahren entstanden ist, ist die Bibel wirklich ein Buch über Veränderung – gesellschaftlich und geistlich. Hier einige Prinzipien über dem Umgang mit Veränderung:

Auf dem Laufenden bleiben. Eine echte Führungskraft konzentriert sich nicht nur auf das Heute und das Endresultat, sondern schaut voraus, was sich in der Zukunft entwickeln könnte und wie man am besten darauf reagiert. «…vom Stamm Issaschar: 200 Offiziere mit ihren Truppen, die wussten, was in Israel zu tun war, und auch den richtigen Zeitpunkt dafür einschätzen konnten» (1. Chronik 12, 32)

Ein Vorbild sein, das nachfolgenswert ist. Ein ehemaliger Vorgesetzter sagte immer zu mir: «Ich würde niemals jemanden bitten etwas zu tun, zu dem ich selber nicht bereit wäre.» Also werden Mitarbeiter viel eher bereit sein, eine Veränderung mit zu tragen, wenn sehen, dass die Führungsebene selber diesen Prozess durchschreitet. «Richtet euch nach dem, was ich euch gelehrt habe, und lebt nach meinem Vorbild.» (Philipper 4, 8-9)

Feedback suchen für effektive Veränderung.Oft sind die Menschen am besten für die Umsetzung einer Veränderungsmassnahme geeignet, die direkt davon betroffen sind. Veränderungen auferlegen, ohne um Ratschläge und Kommentare zu bitten, kann zum Desaster führen – oder zumindest den Prozess stark beeinträchtigen. «Ohne eine gute Regierung geht jedes Volk zugrunde; wo aber viele Ratgeber sind, gibt es Sicherheit.» (Sprüche 11, 14)


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