Nationalratswahlen

Andrea Geissbühler (BE)

Am 23. Oktober 2011 werden National- und Ständerat neu gewählt. In einer Livenet-Umfrage gehen Kandidatinnen und Kandidaten auf acht Fragen ein und sagen, was sie motiviert und was sie in Bern verändern möchten.

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Andrea Geissbühler
Zur Person

Name, Vorname: Geissbühler Andrea
Partei, Kanton: SVP, Bern
Alter: 35
Zivilstand: ledig
Wohnort: 3037 Herrenschwanden
Beruf, heutige Funktion: Polizistin, Nationalrätin
Bisherige Ämter: Co- Präsidentin Dachverband Drogenabstinenz Schweiz, Vize Präsidentin Parlamentarische Gruppe für Polizei und Sicherheitsfragen, Mitglied der Rechtskommission des NR und Mitglied der Staatspolitischen Kommission des NR
Kirchenzugehörigkeit: reformiert
Hobbys: Sport allgemein, Velotouren, Reiten, meine Pferde  
Homepage: www.andreageissbühler.ch, www.svp.ch

Meinungen und Positionen

Welchen Zusammenhang gibt es für Sie zwischen Glaube und Politik?

Wenn ich mich für die Ausschaffung krimineller Ausländer, für ein Strafgesetz, dass keine Strafminderung für bei der Tat unter Drogen stehende Sexualtäter, Mörder... oder gegen das vom Staat verabreichte Betäubungsmittel Heroin einsetze, wird meine Haltung von gewissen Kreisen als menschenverachtend verurteilt. In solchen Situationen spüre ich deutlich: «Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt uns die Kraft, sie zu tragen.»

Welche Eigenschaften unseres Gemeinwesens, der Eidgenossenschaft, möchten Sie als Politiker aus christlicher Überzeugung stärken?

Ich möchte, dass jedes Kind, jeder Jugendliche dort gefördert wird, wo seine Stärken und Vorlieben sind. Handwerklich, musisch oder eher intellektuell Begabte sollen als gleichwertige Menschen Anerkennung finden. Die Integration aller Kinder in Regelklassen, wie sie von vielen PolitikerInnen verlangt wird, sollte überdacht werden. Auch die Matura als Voraussetzung für den Beruf einer Kindergärtnerin scheint mir ein falscher Weg zu sein. In unserer Gesellschaft wird das Intellektuelle überbewertet.


Was ist zu tun, damit die Sozialwerke saniert werden können?

Den Missbrauch bekämpfen und aus der Grundversicherung der Krankenkassen alles nicht notwendige streichen.

Was muss getan werden, damit die Schweiz einen sauberen Finanzplatz hat?

Es wurden in letzter Zeit Korrekturen angebracht, welche dazu beigetragen haben, dass die Grossbanken besser kontrolliert werden. Wichtig ist sicher, dass die führenden Kräfte bei Fehlern zur Verantwortung gezogen werden, und dass die Banken nicht «to big to fail» sein dürfen.
 
Was muss getan werden, um die Jugend vor Süchten aller Art zu schützen (von der Internetsucht bis zum Rauschtrinken)?

Die Eltern sollten sich mehr Zeit für ihre Kinder und Jugendlichen nehmen und ihre Aufsichtsplicht wieder wahrnehmen. Sie sollen die Freizeit mit den Kindern bei gemeinsamen Tätigkeiten, in der Natur verbringen. Elternschaft oder das Muttersein muss wieder einen viel grösseren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Denn die Erziehungsarbeit ist die wichtigste Arbeit überhaupt und unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Die Kinder/Jugendlichen müssen positiv gestärkt werden, und ihre Stärken müssen gefördert werden.

Sie müssen spüren,dass sie wichtig sind, und unsere Gesellschaft sie braucht. Die Eltern müssen ihren Kindern aber auch Leitplanken setzen und diese müssen lernen, Abmachungen einzuhalten. Werden Kinder trotz aller Bemühungen süchtig oder straffällig, müssen klare Massnahmen folgen, um diese Fehlverhalten möglichst früh zu korrigieren.

Was muss getan werden, damit die Stromversorgung der Schweiz sicher bleibt?

Wir müssen weiterhin auf den 3 Säulen aufbauen. 1.Erneuerbare Energie 2. Kernenergie 3. Steigerung der Energieeffizienz. In den nächsten Jahren müssen aber alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um aus der Kernenergie aussteigen zu können. Wichtig für die Schweizer Wirtschaft und die Bevölkerung ist eine sichere, genügend vorhandene und kostengünstige Energieversorgung.

Was möchten Sie als Parlamentsmitglied in Bern verändern?

Ich setze mich ein für...

  • eine neutrale und unabhängige Schweiz. Kein EU Beitritt.
  • die finanzielle Entlastung der Familien.
  • eine entschlackung der Vorgaben (weniger Bürokratie) für kleine und mittlere Unternehmen, damit diese weiterhin gute Arbeitsplätze und Lehrstellen schaffen können.
  • mehr Sicherheit und damit Massnahmen gegen Gewalt, Vandalismus und Drogen.
  • die Erhaltung bäuerlicher Familienbetriebe. Kein Agrarfreihandel!
  • ein zielorientiertes Bildungsangebot für alle Altersstufen.

Wie würde Jesus, wenn er als Wanderprediger heute ins Bundeshaus käme, auftreten – und was ansprechen?

Ich masse mir nicht an, wissen zu können, was Jesus ansprechen würde.

Weitere Wahlportraits

Datum: 06.09.2011

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