«Ich teile Leben»

Social-Media-Projekt gibt Jugendlichen Verantwortung

Sechs junge Christen aus der arabischen Welt werden in den kommenden Wochen einzelne Menschen, die ihnen wichtig sind, Geschichten aus ihrem eigenen Glaubensleben weitergeben – über Facebook, Instagram und YouTube. Dies dank eines Projekts von Open Doors. Die Hoffnung ist, auf diese Weise mehr Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.

Zoom
Open Doors auf Facebook
Wie kann die arabische Welt und vor allem ihre Jugend am Besten mit dem Evangelium erreicht werden? Diese Frage stellte Open Doors USA vor wenigen Tagen Jugendlichen aus dem Irak, Syrien und dem Libanon. Die Mitarbeiter trafen sich mit jungen Christen aus diesen drei Ländern, beteten mit ihnen und überlegten sich dann Möglichkeiten, wie die Menschen am besten erreicht werden könnten.

Persönliche Trainer sind der Schlüssel

Daraus entstand das Projekt «I Share Life» (Ich teile Leben). Sechs Jugendliche werden über soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube ihren Glauben und die Dinge, die Gott in ihrem Leben getan hat, Freunden und Verwandten weitergeben. Doch nicht irgendwem: Sie beginnen mit einer Person, die ihnen wichtig ist. Die Hoffnung ist, dass dieser Beitrag dann «geliked» und geteilt wird und auf diese Weise viele Menschen erreichen kann.

Die Jugendliche werden dabei nicht alleine gelassen, sondern von zwei Open Doors-Mitarbeitern begleitet und unterstützt, sowohl durch Equipment als auch durch Training, damit sie so auch in ihrem Glauben wachsen können. «Das ist einer der starken Punkte dieses Projekts», erklärt Alex*, einer der Mitarbeiter von Open Doors, der in das Projekt mit involviert ist.

Jugendliche «auf den Fahrersitz»

Doch die Jugendliche bekommen nicht vorgeschrieben, was sie machen sollen. Im Gegenteil: Sie sind diejenigen, die dieses Projekt leiten. «Es ist leicht, über Jugendliche zu sprechen und alle möglichen Aktivitäten für sie zu organisieren», berichtet Alex weiter. «In diesem Projekt wollen wir sie auf den Fahrersitz setzen und sie herausfordern, mit ihrer eigenen Geschichte präsent zu sein. Sie wissen so viel besser als wir, welche Dinge für ihr Leben relevant sind.»

Posts verfolgen – und daraus lernen

Einer der Teilnehmer ist Seif*. Er ist begeistert von dem Projekt: «Zu Beginn konzentrieren wir uns auf eine Person, die uns wichtig ist, und von hier aus werden wir weitergehen. Ich habe mir hierfür einen Verwandten aus Syrien ausgesucht – mit ihm stehe ich einzig über Facebook und WhatsApp im Kontakt.» Gemeinsam mit den Trainern werden Seif und die anderen ihre Posts und alle Reaktionen darauf beobachten, um hieraus für zukünftige Posts zu lernen.

Die sechs teilnehmenden Jugendlichen bitten jetzt aber vor allem um Gebet für den Erfolg dieses Projektes, für die Sicherheit der Teilnehmer und dafür, dass das Evangelium viele Menschen im Nahen Osten erreicht.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Zum Thema:
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Datum: 16.02.2016
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / MNN

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