Dakar-Rallye in Südamerika

Welt-Sportmarke beugt sich dem Terror

Ohne internationalen Aufschrei hält sich die «Rallye Dakar» der Drohkulisse der Al-Kaida im Maghreb gebeugt. Der Druck entlang der Ursprungsstrecke ist auch für die Christen erdrückend geworden.

Zoom
Rally Dakar 2015
Während rund drei Jahrzehnten führte die Dakar-Rallye durch Westafrika, durch Marokko, Westsahara, Mauretanien, Mali, Guinea und schliesslich Senegal, mit dem Ziel Dakar. Doch der Weihnachtsabend 2007 änderte alles: Die Al-Kaida im Maghreb tötete vier französische Touristen und drohte mit Anschlägen auf die Rallye, die wenige Tage später beginnen sollte. Selbst der französische Staat drängte die Organisatoren, das Grossereignis abzusagen – und so wurde sie gestrichen und in den Folgejahren nun nach Südamerika verlegt.

Zum siebten Mal nun wird sie nicht mehr in der namensgebenden Gegend durchgeführt, heuer führte sie vom 4. bis 17. Januar durch Argentinien, Bolivien und Chile.

Kein «arabischer Frühling»

Zoom
Durch Wüsten, Berglandschaften führt die Strecke von der «Rally Dakar».
Ein anerkannter Event des Weltsports – die bedeutendste Rallye überhaupt – ist zurückgewichen. Gerade für die einheimischen Minderheiten entlang der ehemaligen Strecke ist der Schrecken geblieben. Insbesondere in Mauretanien.

Ausser dem Islam ist in Mauretanien auch 2015 keine andere Religion anerkannt. Wer zu einer anderen Glaubensüberzeugung wechselt, muss mit der Todesstrafe rechnen.

Dies widerfuhr 2010 einer jungen Frau, die zuerst vom Vater und den Brüdern misshandelt wurde, weil sie sich weigerte, zum islamischen Glauben zurückzukehren.

Harte Restriktionen

Einheimische Christen treffen sich nur selten und im Versteckten, ihre Gemeinden können sie nicht registrieren lassen. Durch wachsenden Einfluss der Salafisten ist der Druck in den letzten Jahren eher gestiegen.

Gleiches gilt für Marokko: Marokkanische Muslime dürfen christliche Kirchen nicht besuchen. Eine Predigt in Anwesenheit eines Muslims kann von Behörden als Versuch gedeutet werden, seinen Glauben «zu erschüttern». Auch die «Reporter ohne Grenzen» reihen die beiden Länder in ihren 180 erfassten Staaten nicht in den vorderen Reihen ein; Mauretanien liegt auf Rang  60 und Marokko auf 136.

«Rally Dakar 2015»


Webseiten:
Rally Dakar auf Facebook
OpenDoors – Weltverfolgungsindex 2015

Zum Thema:
Südamerika: Rallye Dakar beugt sich erneut dem Terror

Datum: 08.01.2015
Quelle: Kipa

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Herausforderung unserer Zeit
Wenn man neuere Publikationen dazu betrachtet, scheint Einsamkeit ein Megatrend westlicher Gesellschaften zu sein. Zwei Publikationen gehen das...
Im Produktionsstress
Vic Andersons gehörte zu den Produzenten der in den 1960er-Jahren prominenten TV-Serie «Thunderbirds». Der harte Terminplan führte zu Alkohol und...
Es ist nie zu spät
Dass eine Scheidung nicht das Ende des gemeinsamen Lebensweges sein muss, zeigte jetzt ein Paar aus Kentucky. Nachdem sie sich in den 1960er Jahren...
Dienstagsmail-Fest
Im Haus der Reformierten H 50 in Zürich trafen sich am Sonntagabend Medienschaffende und Interessierte zum Dienstagsmail-Fest. Der diesjährige...

Werbung

RATGEBER

Die Kunst des Aufstehens Mit Widrigkeiten umzugehen, ist lernbar
Gesellschaftlich engagierte Christen werden immer wieder in Auseinandersetzungen verwickelt und...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

Samstag, 12. Mai 2018 in Frauenfeld
18. - 20. Mai ‘18 mit John Sagoe - Union BASEL

Livenet Service