Sektenexperte Hugo Stamm

«J+S-Ausschluss der Frommen ist Eigengoal!»

Der Sektenexperte Hugo Stamm publizierte in seinem Sektenblog einen Beitrag mit der Überschrift «Warum Frommen das Geld für Sportlager nicht gestrichen werden darf». J+S-Lager würden sich nicht oder nur schlecht eignen, um Jugendliche zu missionieren, daher sei der J+s-Ausschluss «ein Eigengoal».

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Hugo Stamm
Eigentlich müsste er dem Bundesrat ein Kränzchen winden, schreibt Hugo Stamm im «Sektenblog» bei Watson. Die Beamten hätten erkannt, dass es den vom J+S-Programm ausgeschlossenen Jugendverbänden, «nicht primär um eine offene Jugendarbeit gehe, sondern um die Missionierung».

«Die Frommen sind das falsche Objekt»

Aber, so Stamm weiter, das Bundesamt für Sport habe «das falsche Objekt ausgewählt, um ein Exempel zu statuieren und den Frommen auf die Finger zu klopfen». Von J+S geförderte Sportlager für Fromme seien sogar sinnvoll. Das Argument des als Sektenexperten bekannten Journalisten lautet so: «Wenn die jungen Frommen Sport betreiben, haben sie keine Zeit zum Beten.» Deshalb könne ein J+S-Lager ein «weltliches Gegengewicht zur streng religiösen Sozialisation von Jugendlichen in Freikirchen sein».

Es gäbe Wichtigeres

Hugo Stamm rät dem Bund, anstelle der Schwächung des Jugendsports für Christen sich auf die wirklichen Sektenprobleme – zum Beispiel auf Scientology – zu konzentrieren oder eine nationale Sektenberatungsstelle zu finanzieren. Der Ausschluss von freikirchlichen Jugendorganisationen vom J+S sei nur ein Nebenschauplatz. Hugo Stamm wörtlich: «Oder besser: ein Eigengoal.»

Zum Thema:
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Datum: 03.05.2017
Quelle: idea Schweiz

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